Vor einigen Jahren trat ein kleiner Hund in unser Familienleben. Die kleinen, lustigen Abenteuer mit unseren Dackel Maxel kann man hier nachlesen.
1. Auf den Hund gekommen
Unsere vierköpfige Familie stellte eines Tages fest: wir sind reif für einen Hund. An kleineren Tieren wie den Spezis Meerschweinchen, Vögel und Fische wurde einige Jahre lang getestet, ob genügend Ausdauer, Wille und Selbstverleugnung vorhanden ist. Um meine noch leicht vorhandene Skepsis auszuräumen und sich selbst (die Familie) einem Härtetest zu unterziehen, wurde ein Versuch gestartet, in dem wir die Urlaubsbetreuung für einen Hund namens Prince übernahmen. Es klappte ausgesprochen gut mit “Prince” und alle waren traurig als er abgeholt wurde.
Wie kommt man nun zu einem Hündchen, das immer lieb ist und kaum bellt, nicht in die Wohnung macht und unsere Sehnsucht stillt?
Ab sofort wurden die entsprechenden Inserate in der Zeitung gelesen. Wir legten uns auf keine Rasse fest. Es sollte aber ein eher kleiner Hund sein und musste uns auf Anhieb gefallen. Dann eines Tages war es so weit. Wir standen unserem zukünftigen Familienmitglied auf vier Pfoten Auge in Auge gegenüber. Nein, das stimmt nicht ganz. Maxel wurde uns vorgestellt, während er mit fliegenden Ohren und wehender Rute gerade durch das Zimmer kreuz und quer raste. Hätte das uns nicht zu denken geben müssen? Aber es war eh zu spät, denn Liebe macht ja bekanntlich blind. Und Liebe war es auf den ersten Blick!
Maxel erprobte also erstmals bei uns seinen berühmten Dackelblick und hatte prompt Erfolg. Evtl. noch bestehende Zweifel waren wie weggeblasen.
Wir ließen uns noch einiges über seine Gewohnheiten erklären und packten seine Utensilien ein. Maxel fuhr zum ersten Mal in seinem jungen Leben mit dem Auto. Er saß als erster im Auto. Ich glaube aber, dass wir noch ein gutes Stück aufgeregter als er waren.
Für unsere Mädchen sollte es eine Überraschung sein, die aber nur zum Teil gelang. Denn als wir so Hals über Kopf aufbrachen und so furchtbar geheimnisvoll taten, waren sie so schlau, in die liegengebliebene Zeitung zu gucken. Der Annoncenteil lag obenauf und das Inserat war angestrichen. So zählten sie eins und eins zusammen und erwarteten uns gespannt. Maxel zog also ins gemeinsame Heim ein und war uns bis zu seinem Tode ein heißgeliebtes Familienmitglied.