Finden sie auch, dass das Handy eine Droge ist? Es benebelt uns doch...
Das Handy – für uns ist es alltäglich. Doch lassen sie uns darüber nachdenken:
Das Handy ist doch eigentlich zum telefonieren erfunden worden, oder täusche ich mich da? Ist es nicht wahr, das die ersten Handys große, klobige Brocken waren, bei denen man noch eine Antenne herausschieben musste? Doch blicken wir auf den heutigen Markt:
Heute muss ein Handy eine Fotokamera, Mp3-Funktion, Radio, Internet, E-Mail, Triband, UMTS, Bluetooth, Infrarot, eine Freisprech-Anlage besitzen, dazu kommen noch hunderttausende Farben, die es wiedergeben muss. Und das waren nur die gröbsten Funktionen. Dazu sollte es stylisch aussehen, die oben aufgelisteten Funktionen größtenteils besitzen und dazu noch die perfekte Größe und Gewicht besitzen – damit die Hose durch das (schwere) Handy nicht runterrutscht, oder gar das Täschchen nicht an Übergewicht leidet. Dazu gibt es noch diese ätzenden Sms, die unpersönlich sind, ohne jegliches Gefühl geschrieben werden und ebenso keine Gefühle übermitteln. Wir brauchen doch gar keine Sms, wieso können wir nicht telefonieren? Oder einfach einen Brief schreiben, oder sich verabreden? Früher hat man das Leben auch ohne Handys geschafft. Und heute sagen Leute, sie könnten ohne das Handy nicht auskommen und würden sich lieber selbst umbringen! Alles nur Schwachsinn!
Wenn man sich vor hunderten von Jahren so eine Sache nur ausgemalt hätte, wäre man als Hexe auf dem Scheiterhaufen verendet. Und heute will man immer mehr: Man möchte ein Gerät das alles kann! Das ist auch verständlich, nur wenn man genau darüber nachdenkt, kann man sich denken, dass auch so Arbeitsplätze verloren gehen. Und genau das Gegenteil versucht unsere Wirtschaft (ohne Erfolg) zu erreichen: Arbeitsplätze! Doch wenn man immer Geräte erfindet, sie sowieso alles können, wird es nach einiger Zeit immer weniger Arbeitsplätze geben, weil viele Produkte vom Markt genommen werden, da sie nicht konkurrenzfähig sind. Doch wollen wir dass unsere Wirtschaft den Bach runtergeht? Ich zumindest nicht.
Laufen sie einmal über die Straße, sie werden sehen dass wir Deutschen handyabhängig sind. Jeder dritte läuft mit dem Handy in der Hand herum. Einmal hat mich hat eine Situation sehr schockiert: Ich stand im Supermarkt an der Kasse, und eine Frau mit Kinderwagen stand vor mir. Sie redete mit der Verkäuferin, - das dachte ich zumindest! Nein!, die Frau hatte ein Headset im Ohr und hat sich nicht im Geringsten um das schreiende Kind gekümmert, nur mit selber Zurückschreien werden solche Probleme auch nicht gelöst. Ich hätte anstelle des Kleinkindes auch geschrieen. Wie soll man einem kleinen Kind zu Verstehen geben, das mit nicht mit dem Kind selbst redet, sondern mit einer Person, die man durch einen Stecker im Ohr hört und durch die Luft schreiend Antworten auf Fragen gibt? Gar nicht, und deshalb denke ich, dass diese Abhängigkeit vom Handy eine Art Droge ist, die man nicht zur Seite legen kann.
Ja, eine Droge – das meine ich ernst, denn von Drogen wird man auch abhängig und verliert die Kontrolle über sich, will immer mehr haben. Das ist das gleiche Schema wie beim Handy. Immer mehr. Doch irgendwann wir jeder Mensch mit Handy über die Straße laufen, es wird keine 4-Augengespräche mehr geben. Man wird alles nur noch mit dem Handy machen. Über das so genannte UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) kann man sogar telefonieren, und sich dazu auch noch sehen. Doch wie viele Menschen auf der Welt nutzen eine Videotelefonie? Ist es nicht viel schöner, wenn jemand einem gegenüber sitzt, man ihm in die Augen sehen kann, ihn spüren kann? Brauchen wir dieses Gefühl von Nähe zu seinem Gesprächspartner nicht mehr?
Denken sie darüber nach!