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Deutschland |  12.10.09 |  17:07  Uhr

Sarrazin und die Folgen - Hass im Internet
von Arno Abendschön | Bad Bevensen |  936 mal gelesen
Wie man Pogromhetze betreibt
Unter www.autorenweb.de stößt man auf ein angesehenes Literaturforum, das seit zehn Jahren besteht und stattliche Leserzahlen aufweist. Einer der gelegentlichen Autoren dort ist Michael Köhn. Am 10.10.09 hat er einen Text eingestellt mit dem Titel: „Nie über den Anfang hinaus – durch Herrn S. wieder entdeckt (Romananfang)“. Herr S. ist Thilo Sarrazin – dass dieser allerdings den Text entdeckt hat, glaube ich nicht. Er hat Köhn nur Mut zur Veröffentlichung gemacht. Köhn erwähnt im Vorwort, dass der Text im Jahr 2007 geschrieben wurde und bisher Fragment blieb. Und das bleibt er hoffentlich auch.

Der Ich-Erzähler will in Berlin das Grab seiner Eltern in Neukölln besuchen. Er nimmt von Tegel aus die U-Bahn und nimmt sich vor der Abfahrt zum Üben schon mal einen „Nigger“ vor: „Pass auf, du Plumssack, dass ich dir nicht deine lange Nille abschneide!“ Aus Zeitmangel unterbleibt das, er begnügt sich damit, dem Schwarzen beide Nasenlöcher aufzuschneiden.

In Neukölln gibt es erst einen Zug durch die Gemeinde und er teilt tüchtig aus. Die von ihm Angetroffenen nennt er „Kanakster, Motherfucker, Schmeißfliegen, Sackratten, Ziegenfick, Kretins, verlauste Kanakenbrut, Moslembande, Kanackenpack, Ratte …“ Er zeigt ihnen seine „Kanone“ und droht damit, „was man aus Seife und Schuhcreme alles so machen kann, wenn man Zeit hat…“ oder: „Sonst blase ich dir die Birne weg …“ Er ist nicht ohne Verständnis für sie: „… das hängt denen in den Genen, so wie sie Eselsmist und Kamelscheiße nie aus den Haaren bekommen …“ Und: „… gerade die hier in Neukölln sind in der Evolution noch gar nicht angekommen …“

Unser Erzähler will „Machmut … erledigen“, aber der muss noch warten. Auf dem Friedhof trifft er einen türkischen Arbeiter, den er „Affe“ oder „Friedhofsluden“ tituliert und großmütig „überleben“ lässt. Später pisst „mit einem hohen Strahl“ auf diverse Gräber. Wer liegt da? Ein „verblödeter Russe …, dann … die Bande der Kurden, Araber, Libanesen, Neger – die drei, vier Gelben, all die anderen Wichser…“

Herr Köhn beruft sich auf die Kunstfreiheit. Um uns diesen aggressiven Nazischund unterjubeln zu können, hat er sich einen Trick ausgedacht: Der Ich-Erzähler kommt aus der Psychiatrie, ist also nicht verantwortlich für sein mörderischen Tiraden. Herr Köhn ist es. Sein
Text ist ein Fall für die Staatsanwaltschaft. Michael Köhn gehört wegen Volksverhetzung vor Gericht gestellt.

Dieser Text ist kein Einzelfall. Das Internet wird jetzt von primitiver Pogromhetze überschwemmt. Manche Foren kommen kaum noch mit dem Löschen der anstößigsten Sachen nach. Das Machwerk des Herrn Köhn unterscheidet sich von der Flut solcher Beiträge nur durch seine Länge und seine pseudoliterarische Form. Es ist auch ein warnendes Beispiel, das wir nicht ignorieren sollten.
 
Meinungen von Lesern zu diesem Artikel
nuzznixx | 18.10.09 |  19:03  Uhr
RE: Sarrazin und die Folgen - Hass im Internet
Michael Köhn | 18.10.09 | 16:48 Uhr
RE: Sarrazin und die Folgen - Hass im Internet
@ nuzznixx

Sie sollten Ihre Trinkgewohnheiten ändern

...
@ MK
Würde an der Geschmacklosigkeit
Ihres Weih-Rauches nixx verbessern.
Michael Köhn | 18.10.09 |  16:48  Uhr
RE: Sarrazin und die Folgen - Hass im Internet
@ nuzznixx

Sie sollten Ihre Trinkgewohnheiten ändern ;-)
nuzznixx | 18.10.09 |  15:29  Uhr
RE: Sarrazin und die Folgen - Hass im Internet
Michael Köhn | 18.10.09 | 08:44 Uhr
RE: Sarrazin und die Folgen - Hass im Internet
Zum Abschluss ...

Ich bin 'Prosaschreiber' und stelle nichts analytisch klar
...

@ M. Köhn
..
Ich stelle nichts analytisch klar.
..
Merkwürdig, welchen Wert SIE auf eine solche,
eigene Anal-Lyse legen.
Brauchen Sie nicht zu bestätigen!.
Das macht SIE ja so bedeutend uninterressant.
Rieche ich.

Verbieten - Zensieren, Vorschreiben
Geht NICHT.

Es gibt nichts Schlechtes.
Nur Beispiele für noch Erbärmlicheres.

Heilen SIE Prosanalvaginös!
Prosaiern Sie Heil!
min. 40%
der Deutsch-Sprachigen Mensch-Heit-erkeit
brauchen genau IHR Kraft-Futter!

Wenn Sie sich als Prosanalvaginösen Schreiber tutulieren würden -
Sie hätten mit Sicherheit analytisch mehr Verkaufs - Erfolg.

Im Altertum hat man schon in 60sitzigen öffentlichen Toilettenanlagen, mit offenem Durchblick zum /vom Markt, mit feinster Abwasser-Spülung...
prosageseiert - bzw abgeprotzt!
sozusagen Basis-Demokratisch!
nuzznixx | 18.10.09 |  14:38  Uhr
RE: Sarrazin und die Folgen - Hass im Internet
Erna Weitblick | 18.10.09 | 00:51 Uhr
@ Erna
Ich bin dank Naturwissenschaftlicher Ausbildung in der Lage und fähig, jedes ...Haar... längs, quer
als auch unter jedem Blick-, -Denk-Winkel beliebig schräg, wenn nötig in seine Quanten zu spalten.
Sinnvoll ist sowas nicht, es gibt aber Intelligenzien, denen energisch beigebracht werden muß,
was vernünftig ist.
Intelligenz, Intellekt, ist an sich wertfrei.
Die Über – Lebens-Fähigkeit ist allein damit nicht gesichert.
Klugheit und Lebens-Erfahrung sind da erheblich mehr gefordert.
Über 'Qualität'
„Jeder Mensch ist ein Künstler.“
Zitat Joseph Beuys
Ich bin Christlich-Preußisch sozialisiert:
So etwa:Tue Recht und scheue Niemanden.
Vollkomme respektlos vor jeder Obrigkeit, meiner anerzogenen Sozialisation verhaftet.
Ich mag nur das, was mir behagt. Ich probiere Unbekanntes zu gern aus.
Spuck`s aus, wenn`s fies ist. Bin also ein Qualitäts-Banause.
Von Beuys besitze ich ein Poster:
Schwarz, gülden schräg seine Eintragung: Ich bin ständig auf der Suche nach dem Dümmsten!
Joseph Beuys
Dazu aktuell:
http://unterhaltung.t-online.de/das-supertalent-alle-wollten-den-furzkuenstler-sehen/id_20274484/index
Ich hatte hier behauptet, das ca 40 % aller Menschen dauerhaft mehr oder weniger intensiv psychisch gestört bis erkrankt sind.
Auch das hat mit Intelligenz nixx zu tun.
Für diese Individuen muss Geistiges /künstlerisches Legemehl / Kraftfutter her-, bereit-gestellt werden.
Es gibt erwiesenermaßen kein anerkanntes Niveau dafür.
Jedes darf von Jedem beliebig tief und schnell unter-, über- flogen werden.
Jeder darf sich auch in jeder Suhle suhlen, solange er nicht das StGB / BGB berührt
So ist das in einer Demokratie.
Wäre ich als Kannibale /Pirat / Politiker / Migrant, Menschen-/ -Welten-Retter sozialisiert,
müsste ich vermutlich anders denken.
Wenn sich Jemand ...Autor... nennen will, soll, darf, der in der Lage ist, seine Tief-Fliegereien/Suhlereien in eine Tatstatur zu hämmern .... Demokratie!
Ich habe da meine aus kindlicher Sozialisation erworbenen ganz banalen Vorstellungen.
Wer allerdings solches Literarisches Künstlerisches Kraft-Futter an psychisch Bedenkliche oder Erkrankte mit Gewinn verhökern kann – wie gesagt, Joseph Beuys konnte das erfolgreich.
Zu meiner Bord-Kiste gehört Lichtenberg: Sudelbücher, Kästner Roht, Tucholsky, Heine, Goehte,
Busch, Helmut Schmidt, Churchill, Werner Fink, fast alle Kabarettisten seit 1890 – Technik-Geschichte, Biographien ...und, und, und.
...
echauffierenden Herrschaften
“Literatur - Forum”
Kunstfreiheit
Qualitätsfragen ....
...
Völlig demokratische Vorstellung.
Verbieten, zensieren Vorschreiben, geht nicht,
Den ganzen Schmarren ernst zu nehmen, sträubt sich meine Lebens-Erfahrung.
Genau da attestiere ich dem Herrn Arno Abendschön gefährliche Demokratische Fehlstellen.

Sich fröhlich als Kunst-Banause outend
nuzznixx
weichspüler | 18.10.09 |  11:48  Uhr
RE: Sarrazin und die Folgen - Hass im Internet
ich bin mit dem grundgedanken des artikels von herrn abendschön völlig einverstanden dass man sich gegen braune literatur um web wehren sollte, leider ist der artikel meiner meinung nach schlecht recherchiert da er sich a den falschen artikel als beispiel ausgesucht hat und b den autor nicht genügend durchleuchtet hat um einen persönlichen angriff wie hier und in anderen foren erfolgt zu rechtfertigen.

meiner meinung nach handelt es sich bei herrn köhn keinesfalls um einen autoren mit rechtsradikalem hintergrund der sich in seinen texten irgendwelche hintertürchen offen lässt um juristisch nicht belangt werden zu können.

dies wirkt für mich, verfolgt man diesen thread und die unter mangoboys artikel erfolgte diskussion doch sehr konstruiert und eher nach einer rechtfertigung einer vorschnellen verurteilung.

in der schule würde es unter diesem artikel heissen:
idee gut
ausführung mangelhaft
Michael Köhn | 18.10.09 |  11:48  Uhr
RE: Sarrazin und die Folgen - Hass im Internet
@ Erna Weitblick

Hätte ich mich 'in meinem Leben' nur an 'Philosoph' Harry G. Frankfurter und Ihnen orientiert ---> wer weiß ---> was aus mir geworden wäre.

Herzlichen Dank dafür :-) und Ihr letztes Wort ;-)

MfG
Michael Köhn
http://www.literatalibre.de/
Erna Weitblick | 18.10.09 |  11:08  Uhr
RE: Sarrazin und die Folgen - Hass im Internet
Hr. Köhn:

Die Frage, ob der Text **'Qualität' hat, stellt sich mir auch nicht unbedingt“

Also Hr. Köhn, hätten Sie´s jetzt nicht erwähnt, wäre ihr eigener Nicht-Anspruch an Qualität so ohne weiteres nicht aufgefallen. ;-) Und tatsächlich setzt man sich die Schmerzgrenze und den Maßstab für Qualität ja auch selbst.
Sie liegen zudem voll im Trend. Die geistige Produktion von Bullshit erlebt gerade ihre Blütezeit. Das zumindest meint der am. Philosoph Harry G. Frankfurter. So orientieren sich doch einige, wie ich meine nicht wenige Menschen in der Setzung ihrer Maßstäbe für Qualität aber auch Ästhetik nach unten, statt nach oben.
Ich meine, warum wird jemand Komiker des Jahres, nur, weil er bei einem Witz die Pointe so gerade eben nicht versaute, sein Vortrag ansonsten aber den Charme einer Foltermethode für Gehirnerweichung hatte.

Sehen Sie, Sie bedienen doch hervorragend den Trend der Anspruchslosigkeit. Obwohl Sie natürlich künstlerische Freiheit besäßen und den Mainstream des Geschmacks gar nicht bedienen müssten. Ob ihr Wille das allerdings schafft, wäre natürlich eine andere Frage. Denn wie meinte Schopenhauer: „Der Mensch kann zwar tun, was er will, aber er kann nicht wollen, was er will.“,

Nun wollen wir uns selbst nicht überfordern und in einem anspruchsvollen Dialog über Qualität und Willensfreiheit treten. Halten wir uns also an Voltaire: „Ein langer Streit beweist, dass beide Seiten Unrecht haben.“

mfG Erna
GerhardSok | 18.10.09 |  09:14  Uhr
RE: Sarrazin und die Folgen - Hass im Internet
@G.S.
Habe keine so hohe Meinung von Herrn Matussek.
Sorry, aber auf der Welle der kühlen Distanz und mit, zugegeben, einigem Intellekt über Probleme „gar luschtig“ abgehoben zu sprechen – das hilft nicht mehr so recht weiter.

Lieber Klugscheißer, Journalisten sind nicht die Problemlöser, sondern sollten den Finger auf die Wunde legen. In unserem Fall war die Satire die richtige Antwort auf ein von Eiferern künstlich angefachtes Feuerchen.

Beste Grüße, G.S.
Michael Köhn | 18.10.09 |  08:44  Uhr
RE: Sarrazin und die Folgen - Hass im Internet
Zum Abschluss ...

Ich bin 'Prosaschreiber' und stelle nichts analytisch klar :-)

Fakt ist: ich, Michael Köhn, bin ob einer Textarbeit von mir 'im autorenweb' von A. Abendschön hier diffamiert, verleumdet, beleidigt und beschimpft worden, - der Betreiber des autorenweb genötigt worden ...

Die Frage, ob der Text **'Qualität' hat, stellt sich mir auch nicht unbedingt.

Mir stellt sich die Frage, ob ich Herrn Abenschön wegen u.a. *folgender über mich ins Netz gestellter PassageN vor Gericht bringe.
(Allerdings wäre es mir lieber, Herr A. oder einer seiner Adlati hätte seinen vollmundige Drohung wahr gemnacht und mich und Text vor Gericht gebracht ... Doch so ...)

Zitatauszug Abendschön
*Wie man Pogromhetze betreibt
Herr Köhn beruft sich auf die Kunstfreiheit. Um uns diesen aggressiven Nazischund unterjubeln zu können, hat er sich einen Trick ausgedacht: Der Ich-Erzähler kommt aus der Psychiatrie, ist also nicht verantwortlich für sein mörderischen Tiraden. Herr Köhn ist es. Sein Text ist ein Fall für die Staatsanwaltschaft. Michael Köhn gehört wegen Volksverhetzung vor Gericht gestellt.
(...) Das Machwerk des Herrn Köhn unterscheidet sich von der Flut solcher Beiträge nur durch seine Länge und seine pseudoliterarische Form.
Zitatende

** Über 'Qualität'
„Jeder Mensch ist ein Künstler.“
Zitat Joseph Beuys

Zitatauszug Gudrun Inboden
„Doch so nebulös für uns das Wort 'Qualität' und so ungeregelt sein Gebrauch auch sind, so liegt vielleicht gerade darin seine 'Qualität': Es eignet sich nämlich so ganz und gar nicht dazu, der Kunst ein bestimmtes Sosein zu- oder gar vorzuschreiben. Nehmen wir 'Qualität' also so vage, wie sie ist [...].“
Zitatende

Zitatauszug Wikipedia
Qualität (lat.: qualitas = Beschaffenheit, Merkmal, Eigenschaft, Zustand) ist die Bezeichnung einer potentiell wahrnehmbaren Zustandsform von Systemen und ihrer Merkmale, welche in einem bestimmten Zeitintervall anhand bestimmter Eigenschaften des Systems in diesem Zustand definiert wird. Qualität könnte sowohl ein Produkt wie Wein und dessen chemische Elemente und den daraus resultierenden subjektiv bewertbaren Geschmack, als auch die Prozesse bei einer Dienstleistung, beispielsweise dem Verkauf des Weines, beschreiben.
Qualität wird laut der Norm EN ISO 9000:2005 (der gültigen Norm zum Qualitätsmanagement), als „Grad, in dem ein Satz inhärenter Merkmale Anforderungen erfüllt“, definiert.
Nicht inhärent sind subjektiv zugeordnete Beschreibungen wie „schön“ oder auch der Preis weil diese eben nicht objektiv messbar sind. Der Preis oder ein persönliches Urteil sind also nicht Bestandteil der Qualität.
Zitatende

http://www.titel-magazin.de/modules.php?op=modload&name=News&file=article&sid=5930

http://www.literature-online.de/thema1227.htm

@ sweetsmilesunshine
Keine Angst, den Copyrightverstoss werde ich nat. nicht verfolgen, ich quäle nicht unnötig das Recht :-); andererseits passtE meine Texteinstellung durch Sie nicht unbedingt hierher.

MfG
Michael Köhn
http://www.literatalibre.de/
Spirit of Jan | 18.10.09 |  02:44  Uhr
RE: Sarrazin und die Folgen - Hass im Internet
@ErnaW: erinnere mich beim nächsten Treffen daran dass ich dich für diesen Kommentar küssen möchte......


à point und analytisch klar dargestellt, wie von dir nicht anders zu erwarten war.

Es hat lange genug gedauert bis hier mal jemand Tacheles geredet/schrieben hat.

In diesem Sinne, mit Grüßkes... Spirit of Jan

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