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Tierschutz
Tier & Mensch | Tierschutz 
Tierschutz |  22.11.09 |  11:00  Uhr

Mit Jägermeister wird der Jäger zum Meister
von Peter Baum | Leverkusen |  181 mal gelesen
Kann es sein, dass manche Jäger nur ihre Flinte ruhig halten können wenn sie Alkohol zu sich genommen haben?
Am Feldrain verlieren die Sträucher ihre Blätter und geben den Blick in die ehemaligen Unterstände der Jäger frei.
Weit ab von Dörfern und Straßen findet man in großer Zahl die Hinterlassenschaften der Menschen die unsere Natur mit ihrer Arbeit erträglicher machen wollen.
Hier liegen also die Tierkenner schwer bewaffnet und alkoholisiert auf der Lauer.
Unvorstellbar, auf einem Gelände, welches auch der allgemeinen Öffentlichkeit zugänglich ist.
Die Anwendung von Schusswaffen geschieht in anderen Bereichen unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen.
Aber Jäger haben sich ihre eigenen Gesetze geschrieben.
Es treibt sich in ihren Kreisen auch genug Prominenz herum, die genügend Einfluss nehmen, um auch das Unmögliche möglich zu machen.
Nichtsdestotrotz, diese Ansammlung von passionierten Spaßschützen ist mit höchster Vorsicht zu genießen.
Eine ernst zu nehmende Bedrohung für Mensch und Tier.
Eigenmächtig wie in allen ihren Agitationen gehen sie Ihrem Jagdtrieb nach.
Töten und Trinken, welch eine gefährliche Kombination.
Unfälle gab es in der Vergangenheit bereits genug.
Wen wundert es nach reichlich Jägermeister, wenn der aufstoßende Kollege für ein ranzendes Wildschein gehalten wird?
Angeblich muss bei Waffenscheinbesitzern die persönliche Zuverlässigkeit gegeben sein. Aber wie sieht die Realität wirklich aus? Welche Tragödien haben sich in diesen Kreisen schon abgespielt? Alkohol und Waffenbesitz. Der alkoholisierte Autofahrer wird berechtigterweise seinen Führerschein abgeben müssen.
Die Jäger gehen weit ab jeglicher Zivilisation in Deckung und genießen Jägermeister bevor sie auf irgendwelche Lebewesen anlegen. Das ist eine traurige Tatsache. Wenn es Menschen getroffen hat, entschuldigen sich die Jäger mit der Entgleisung eines Einzelfalls oder eines „schwarzen Schafes“.
Aber die Herde der schwarzen Schafe zeigt eine erstaunliche Reproduktionsfähigkeit.
Wie viele unter Schutz stehende Tierarten mögen im Suff schon ihr Leben gelassen haben?
Irgendwo angeschossen verendet?
Mancher Jäger lallt was von Tierschutz und ballert unkontrolliert in der Landschaft herum.
Aber wer keinen Jagdschein besitzt, hat in ihren roten Augen sowieso keine Ahnung.

Foto Peter Baum
 
Meinungen von Lesern zu diesem Artikel
astra1971 | 23.11.09 |  08:17  Uhr
RE: Mit Jägermeister wird der Jäger zum Meister
JägerInnen stellen nur 0,3% der Bevölkerung. Und trotzdem beherrschen sie fast unsere gesamte Natur. Die weit mehr als 300.000 Jäger durchstreifen schwerbewaffnet unsere Wälder oder sitzen im Hinterhalt auf Hochsitzen, um das wehrlose Wild abzuknallen.

Mindestens 6 Millionen Tiere metzeln die Grünröcke jedes Jahr in Deutschland nieder. Hinzu kommen allein bis zu 30.000 erschossene Hunde und bis zu 400.000 Katzen, für deren Tod die JägerInnen nach eigenen Angaben verantwortlich sind.

Im "Jagdjahr" 2004/05 wurden von Jägern in Deutschland z.B. 552.812 Feldhasen, 162.096 Wildkaninchen, 445.267 Fasane und
11.745 Rebhühner getötet (http://www.jagd-online.de/datenfakten/jahresstrecken/?meta_id=256)
weichspüler | 22.11.09 |  11:41  Uhr
RE: Mit Jägermeister wird der Jäger zum Meister
köstlich, dieser satz des autoren hat mir den sonntag gerettet.
"Wen wundert es nach reichlich Jägermeister, wenn der aufstoßende Kollege für ein ranzendes Wildschein gehalten wird?"
aber spass beiseite.
berittene polizei muss her die die jäger während der pirsch blasen lässt, aber nicht das halali.
das manche jäger sich auf ihren hochständen der kälte wegen gerne mal einen zwitschern ist sogar mir bekannt und das machen sie nicht um irgendwelche fasane anzulocken oder die brautwerbung von wachteln nachzuahmen.

weidmannsheil, hicks.
Ronja1 | 22.11.09 |  06:13  Uhr
RE: Mit Jägermeister wird der Jäger zum Meister
Auch wenn sie nicht betrunken sind, wird auf alles geballert, was sich bewegt. Für mich gehört diese staatlich lizensierten Wilddieben die Erlaubnis entzogen.

Ronja, die als Kind in der Schusslinie eines dieses vom Jagdtrieb hirnlosen Wesens stand.
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