Allgemeine Geschäftsbedingungen für die Nutzung von Videomaterial der Rheinischen Post


I. Allgemeines

  1. Diese AGB regeln das Vertragsverhältnis zwischen der Rheinischen Post Verlagsgesellschaft mbH (nachfolgend Rheinische Post), Zülpicher Straße 10, 40196 Düsseldorf (Tel.: 0211-505 0; E-Mail: ) und ihren Vertragspartnern (nachfolgend Kunde) über die kostenpflichtige Bereitstellung von Videomaterial in digitaler Form und die Vergabe von Nutzungsrechten an diesem Videomaterial durch die Rheinische Post.
  2. Der Kunde kann die AGB jederzeit unter www.rp-online.de/agb abrufen. Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Kunden wird ausdrücklich widersprochen.
  3. Sondervereinbarung gelten nur bei schriftlicher Bestätigung.
  4. Die Nutzung des Videomaterials erfolgt ausschließlich auf Grundlage dieser Geschäftsbedingungen.
  5. Die Angebote und Preise der Rheinischen Post sind stets freibleibend und unverbindlich. Verträge über die zu erbringenden Leistungen kommen erst mit der schriftlichen Auftrags- und Lizenzbestätigung zustande. Diese schriftliche Auftrags- bzw. Lizenzbestätigung kann dem Kunden per E-Mail oder Fax oder Post übermittelt werden. Eine vorherige Nutzung ist nicht erlaubt.
  6. Vertragspartner der Rheinischen Post ist stets der Kunde, der den Auftrag für die kostenpflichtige Bereitstellung von Videomaterial und die Vergabe von Nutzungsrechten an diesem Videomaterial erteilt. Für den Fall, dass der Kunde dem Vertragsinhalt folgend berechtigt ist, die Inhalte weiteren Nutzern zur Verfügung zu stellen (Veröffentlichung im Intranet, Veröffentlichung auf DVDs, etc.), haftet er für die Einhaltung aller Pflichten aus dem Vertrag mit der Rheinischen Post.

II. Umfang der Rechteeinräumung

  1. Die Nutzung des Videomaterials setzt den vorherigen kostenpflichtigen Erwerb von Nutzungsrechten durch den Kunden voraus. Der Erwerb von Nutzungsrechten erfolgt in einer gesonderten Vereinbarung (Lizenzvereinbarung) zwischen dem Kunden und der Rheinischen Post.
  2. Die Lizenzvereinbarung regelt insbesondere Art und Umfang des Nutzungsrechts sowie das vom Kunden geschuldete Entgelt. Der Kunde erwirbt durch die Lizenzvereinbarung ein einfaches zeitlich, räumlich und inhaltlich beschränktes Nutzungsrecht an dem Videomaterial.
  3. Die Rheinische Post steht nicht dafür ein, dass abgebildete Personen oder die Inhaber der Rechte an abgebildeten Werken oder Inhaber von Marken- oder sonstigen Schutzrechten die Einwilligung zu einer Nutzung entsprechend der Nutzungsvereinbarung erteilt haben. Die Einholung der im Einzelfall notwendigen Einwilligungen Dritter obliegt dem Kunden. Dies gilt nicht, sofern das Vorliegen der erforderlichen Einwilligung bzw. Rechte von der Rheinischen Post ausdrücklich in schriftlicher Form zugesichert worden ist.
  4. Der Kunde ist nicht berechtigt, die ihm eingeräumten Nutzungsrechte ganz oder teilweise auf Dritte, auch nicht auf andere Unternehmen, zu übertragen.
  5. Exklusivrechte oder Sperrfristen zugunsten des Kunden gelten nur, sofern diese ausdrücklich vereinbart wurden. Die Vereinbarung hat schriftlich zu erfolgen.
  6. Das Videomaterial darf nicht sinnentstellend oder verfälschend verwendet werden. Der Verwender ist grundsätzlich zur Beachtung der publizistischen Grundsätze des Pressekodex sowie vergleichbarer journalistischer Sorgfaltspflichten verpflichtet.
  7. Das Videomaterial darf vom Kunden insbesondere nicht im rechts- oder sittenwidrigen Kontext genutzt werden. Hierunter fallen insbesondere Nutzungen, die im Sinne der §§ 130, 130 a, 131 StGB der Volksverhetzung dienen, zu Straftaten anleiten oder Gewalt verherrlichen oder verharmlosen, im Sinne der §§ 184, 184a, 184b, 184 c StGB pornographisch sind oder geeignet sind, Kinder und Jugendliche sittlich schwer zu gefährden oder in ihrem Wohl zu beeinträchtigen.

III. Urhebervermerk

  1. Der Kunde ist verpflichtet, lizenziertes Videomaterial mit dem folgenden Urhebervermerk zu versehen: „RP-Video/Vor- und Nachname des Urhebers“. Für Abweichungen oder Ausnahmen hiervon ist die vorherige schriftliche Zustimmung der Rheinischen Post erforderlich.
  2. Kommt der Kunde dieser Verpflichtung nicht nach, ist die Rheinische Post berechtigt, neben der üblichen Lizenzgebühr einen 100%-igen Aufschlag darauf zu verlangen.

IV. Pflichten des Kunden

  1. Der Kunde verpflichtet sich, mit seinen Nutzern die mit ihm vereinbarten Nutzungsbestimmungen und die Einhaltung der unter Ziffer 1 genannten Bedingungen zu vereinbaren.
  2. Der Kunde ist verpflichtet, der RPG unverzüglich mitzuteilen, wenn sich die ursprünglich gewählte Nutzerzahl oder Nutzungsdauer erhöht. Die Nutzung muss in solchen Fällen kostenpflichtig nachlizensiert werden.

V. Kosten und Zahlungsbedingungen

  1. Jede Nutzung des Videomaterials der Rheinischen Post ist honorarpflichtig.
  2. Die Höhe der Vergütung für die Lizenzierung wird in jedem Einzelfall durch die Rheinische Post bestimmt. Alle Preise verstehen sich zuzüglich der jeweils geltenden Umsatzsteuer.
  3. Die Rechnungsstellung über die Lizenzgebühren für die Lizenzierung des Videomaterials erfolgt nach Auftragserteilung durch den Kunden. Rechnungen der Rheinischen Post sind sofort nach Erhalt ohne jeden Abzug fällig und zahlbar.
  4. Eine Rückgabe (beispielsweise bei Nichtausübung eines Rechts) ist ausgeschlossen.
  5. Für den Fall des Vorliegens eines beiderseitigen Handelsgeschäfts ist die Rheinische Post berechtigt, 30 Tage nach Fälligkeit Verzugszinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem Basiszins zu verlangen sowie Mahnkosten in Höhe von 5,00 Euro pro Mahnung zu erheben.
  6. Bis zur vollständigen Bezahlung der geschuldeten Lizenzgebühren ist der Kunde ohne schriftliche Genehmigung durch die Rheinische Post nicht zur Nutzung des Videomaterials berechtigt. Jegliche Verwendung des Videomaterials vor Zahlung der Lizenzgebühren stellt eine Verletzung der Eigentumsrechte der Rheinischen Post sowie seiner Lizenzgeber dar und ist als Vertragsbruch zu werten. Die Rheinische Post hat in diesem Fall das Recht zum Widerruf des Nutzungsrechts und der Geltendmachung von Schadensersatz sowie das Recht, das Vertragsverhältnis zu kündigen.

VI. Widerrufsrecht

Widerrufsbelehrung

Widerrufsrecht

Wenn Sie Verbraucher sind, haben Sie das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag, an dem Sie oder ein von Ihnen benannter Dritter, der nicht der Beförderer ist, die Waren in Besitz genommen haben bzw. hat. Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns

Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH
- Contentsyndication -
Zülpicher Straße 10
40196 Düsseldorf
Tel.: 0211/505-1291
Fax: 0211/505-2914
E-Mail:

mittels einer eindeutigen Erklärung (z.B. ein mit der Post versandter Brief, Telefax oder E-Mail über Ihren Entschluss diesen Vertrag zu widerrufen, informieren.

Sie können dafür das beigefügte Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist. Sie können das Muster-Widerrufsformular oder eine andere eindeutige Erklärung auch auf unserer www.rp-online.de/widerrufsformular elektronisch ausfüllen und übermitteln. Machen Sie von dieser Möglichkeit Gebrauch, so werden wir Ihnen unverzüglich (z.B. per E-Mail) eine Bestätigung über den Eingang eines solchen Widerrufs übermitteln. Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.

Besondere Hinweise

Das Widerrufsrecht besteht nicht beim Vertragsschluss über

  • die Lieferung von Waren, die nicht vorgefertigt sind und für deren Herstellung eine individuelle Auswahl oder Bestimmung durch den Verbraucher maßgeblich ist oder die eindeutig auf die persönlichen Bedürfnisse des Verbrauchers zugeschnitten sind
  • die Lieferung von Zeitungen, Zeitschriften oder Illustrierten mit Ausnahme von Abonnement Verträgen
  • die Lieferung von Ton- oder Videoaufnahmen oder Computersoftware in einer versiegelten Packung, wenn die Versiegelung nach der Lieferung entfernt wurde

Es wird bereits jetzt darauf hingewiesen, dass bei einer Dienstleistung Ihr Widerrufsrecht vorzeitig erlischt, wenn der Vertrag von beiden Seiten auf Ihren ausdrücklichen Wunsch vollständig erfüllt ist, bevor Sie Ihr Widerrufsrecht ausgeübt haben.

Folgen des Widerrufs

Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, einschließlich der Lieferkosten (mit Ausnahme der zusätzlichen Kosten, die sich daraus ergeben, dass Sie eine andere Art der Lieferung als die von uns angebotene, günstigste Standardlieferung gewählt haben), unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet. Wir können die Rückzahlung verweigern, bis wir die Waren zurückerhalten haben oder bis Sie den Nachweis erbracht haben, dass Sie die Waren zurückgesandt haben, je nachdem, welches der frühere Zeitpunkt ist. Sie haben die Waren unverzüglich und in jedem Fall spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag, an dem Sie uns über den Widerruf dieses Vertrags unterrichten, an uns zurückzusenden oder zu übergeben. Die Frist ist gewahrt, wenn Sie die Waren vor Ablauf der Frist von vierzehn Tagen absenden. Sie tragen die unmittelbaren Kosten der Rücksendung der Waren. Sie müssen für einen etwaigen Wertverlust der Waren nur aufkommen, wenn dieser Wertverlust auf einen zur Prüfung der Beschaffenheit, Eigenschaften und Funktionsweise der Waren nicht notwendigen Umgang mit ihnen zurückzuführen ist.

Ende der Widerrufsbelehrung

VII. Haftung und Gewährleistung

  1. Der Kunde haftet für alle aus der Nutzung der lizenzierten Inhalte resultierenden Rechtsverletzungen von Rechten Dritter, insbesondere der Urheber, Marken- und Eigentumsrechte.
  2. Der Kunde hat ferner die Rheinische Post im Falle einer Beanstandung durch Dritte auf Verlangen der Rheinischen Post die bei der Abwehr von Ansprüchen erforderliche Unterstützung zu geben.
  3. Die Rheinische Post ist im Fall der unberechtigten Nutzung berechtigt, eine Vertragsstrafe in Höhe der dreifachen üblichen Lizenzgebühr, mindestens jedoch x Euro pro Fall zu fordern. Die Geltendmachung eines weitergehenden Schadensersatzanspruches bleibt hiervon unberührt.
  4. Mit der Zahlung von Schadensersatz oder einer Vertragsstrafe erwirbt der Nutzer weder das Eigentum noch Nutzungsrechte an dem betroffenen Videomaterial.
  5. Die Rheinische Post übernimmt keine Gewähr dafür, dass das zur Verfügung gestellte Videomaterial inhaltlich richtig oder für einen bestimmten Zweck geeignet ist. Insoweit ist jegliche Haftung der Rheinischen Post ausgeschlossen.
  6. Die Rheinische Post haftet nicht für solche Schäden und/oder Rechtsverteidigungskosten, die dem Kunden und/oder den weiteren Nutzern der Inhalte dadurch entstehen, dass Dritte insbesondere, aber nicht nur, wettbewerbs-, presse- oder urheberrechtliche Ansprüche oder Schutzrechte ausschließlich gegenüber dem Kunden und/oder den weiteren Nutzern der Inhalte geltend machen. Soweit die Rheinische Post, der Kunde und/oder die weiteren Nutzer jeweils allein, gemeinsam oder nebeneinander insbesondere, aber nicht nur, wettbewerbs-, presse- oder urheberrechtlich in Anspruch genommen werden, trägt jeder von ihnen seinen Schaden(-santeil) und/oder seine Rechtsverteidigungskosten (-quote) selbst.
  7. Die Rheinische Post haftet für alle übrigen Schäden unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit. Dies gilt entsprechend im Falle der Verletzung vor- oder nebenvertraglicher Pflichten, bei unerlaubter Handlung, bei Mangel- und Mangelfolgeschäden.
  8. Im Falle der leicht fahrlässigen Verletzung einer Pflicht, deren Verletzung die Erreichung des Vertragszweckes gefährdet oder deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde vertrauen durfte (nachfolgend: Kardinalpflicht), ist die Haftung der Höhe nach auf bei Vertragsschluss vorhersehbare und vertragstypische Schäden begrenzt. Bei leicht fahrlässiger Verletzung von Nebenpflichten, die keine Kardinalpflichten sind, haftet die Rheinische Post nicht.

VIII. Rückruf durch Rheinische Post

Sofern von Dritten Videomaterial gegenüber der Rheinischen Post beanstandet wird, kann die Rheinische Post das betroffene Videomaterial gegenüber dem Nutzer durch E-Mail an die bei der Rheinischen Post hinterlegte Adresse zurückrufen. Solche Rückrufe sind unverzüglich zu beachten und das betroffene Videomaterial vom Kunden zu entfernen sowie jede weitere Nutzung zu unterlassen.

IX. Datenschutz

Die Rheinische Post behält sich vor, zu Abrechnungs- und Auswertungszwecken Protokolle bezüglich der Vergabe von Lizenzen an dem Videomaterial anzufertigen und zu speichern. Aus dem gleichen Grund werden auch die persönlichen Daten des Kunden gespeichert. Die Rheinische Post garantiert dem Kunden die Einhaltung aller datenschutzrechtlichen Bestimmungen.

X. Sonstige Bestimmungen

  1. Im Übrigen kommen die rechtlichen Grenzen, die sich aus dem Urheberrecht und allen sonstigen anwendbaren gesetzlichen Vorschriften ergeben, zur Anwendung.
  2. Es gilt ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
  3. Nebenabreden zum Vertrag oder zu diesen AGB bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform.
  4. Ist der Kunde Kaufmann, eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, so ist ausschließlicher Gerichtsstand Düsseldorf.