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Beim Krippenbauer

Wissen: Beim Krippenbauer
FOTO: dpa
Düsseldorf. Das Jesuskind liegt in der Wiege, darum herum stehen Maria und Josef. So sieht es oft aus, wenn man einen Blick in eine Weihnachtskrippe wirft. Der Name kommt von der Futterkrippe, die eigentlich für Tiere gedacht ist. In der Weihnachtsgeschichte liegt darin aber das neu geborene Jesuskind. Klecks Klever hat sich in der Werkstatt eines Krippenbauers umgeschaut.

Ast als Wand

Der Handwerker steht in seiner kleinen Werkstatt zwischen Bergen von Holz und Baumpilzen - und vielen Maschinen. All das braucht er für seinen Beruf. Die Ideen und das Material dazu findet er aber nicht im Baumarkt. Sondern auf Wanderungen in den Bergen – zum Beispiel in Südtirol in Italien: "Da sehe ich dann einen alten Ast auf dem Boden und weiß sofort: Das wird eine Krippenwand", erzählt der Mann. In seiner Werkstatt bastelt er dann aus dem Gehölz das spätere Häuschen. Dazu sägt er Pilze zurecht, feilt an Ästen und klebt Wurzeln fest. Manche Krippen bekommen sogar einen speziellen Anstrich - das nennt sich verputzen. Womit er das macht, will er aber nicht verraten. "Geheimrezept!", sagt er. Um die 50 Stunden kann die Arbeit an einer großen Krippe dauern. Dabei sieht längst nicht jede Krippe aus wie die andere: "Es gibt Allgäuer Krippen, Fränkische Krippen, Neapolitanische Krippen. Im Prinzip hat jede Region ihre eigene Krippenart, die den typischen Häusern dort nachempfunden ist", erklärt der Krippenbauer.

Grenzenlose Fantasie

Die Figürchen, die in jede Krippe rein gehören, baut der Krippenbauer nicht selbst. Er besorgt sie. Manchmal ist es aber auch gar nicht nötig, dass er welche einkauft. Und zwar wenn Leute zu ihm kommen, die schon Figuren zu Hause haben. Sie beauftragen ihn dann, die passende Krippe für Maria, Josef und die anderen zu bauen. Sein Interesse am Krippenbauen hat er vor knapp 15 Jahren im Urlaub entdeckt - und dann zu Hause angefangen zu basteln. Wer Spaß am Werkeln habe, solle es auch einfach mal versuchen, meint Klecks Klever: Man muss nur mit offenen Augen durch die Natur gehen, passende Materialien findet man immer. Der Fantasie sind ja keine Grenzen gesetzt.

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