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Düsseldorf
Ab 2018 ohne Eon: Wie geht es weiter im Kunstpalast?

Düsseldorf. 19 Jahre hatten sich der Energieriese und das Düsseldorfer Museum Kunstpalast lieb. Jetzt will Eon nicht mehr Sponsor sein und kündigt für 2018 seine jährlichen Zuwendungen auf. Nach dem Wegzug aus der Landeshauptstadt, der Spaltung in zwei Unternehmen, von denen Uniper in Düsseldorf verbleibt, war es nur eine Frage der Zeit, wann der Geldhahn zugedreht werden würde. 2016 gibt Eon erstmals nichts zu Ausstellungen, für 2018 und 2019 wurden gestern einzelne Unterstützungen zugesagt. Bis Ende 2017 läuft der Vertrag, der als privat-öffentliche Partnerschaft ein Novum war und damals auf Kritik stieß, da man die Einflussnahme des Konzerns auf die Inhalte im Museum befürchtete.

Nun muss die Stadt bekennen, wie wichtig ihr das Museum ist. Die beiden Eon-Mitglieder sind nicht mehr in der vom Kulturdezernenten bestellten Findungskommission für den Nachfolger des im September 2017 scheidenden Generaldirektor Beat Wismer. Diese muss nicht nur einen würdigen Nachfolger finden, sondern mit der Beschreibung von dessen Aufgabengebiet Klarheit über die Zukunft schaffen: Bleibt der Kunstpalast der Stadt lieb - und teuer?

(abo)
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