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Bayreuth
Sängerin verletzt: Regie-Assistent spielt Brünnhilde

Abschluss der Bayreuther Festspiele: Regie-Assistent spielt Brünnhilde
Götterdämmerung bei den Bayreuther Festspielen (Archiv). FOTO: Enrico Nawrath/Festspiele Bayreuth/dpa
Bayreuth. Ein Regie-Assistent im glitzernden Goldkleid als Brünnhilde auf der Bayreuther Festspielbühne: Zum Abschluss der Richard-Wagner-Festspiele am Montagabend musste improvisiert werden. Catherine Foster, die Sängerin der Brünnhilde in der Oper "Götterdämmerung", verletzte sich am Ende des ersten Aufzugs am Fuß und konnte nicht mehr auf der Bühne spielen. Für sie sprang Regie-Assistent Andreas Rosar ein, wie Festspiel-Sprecher Peter Emmerich schilderte. Im glänzenden Kleid agierte er als Brünnhilde, während Foster von der Seite aus die Partie sang. Und das Improvisieren hat sich gelohnt.

Wie Emmerich sagte, ging die Aufführung "grandios zu Ende" - mit mehr als einer halben Stunde Applaus. Das war zugleich der Schlusspunkt für die "Ring"-Inszenierung von Frank Castorf, die nun vom Spielplan weicht. Einzig die "Walküre", zweite Oper der Tetralogie "Der Ring des Nibelungen", ist im kommenden Jahr noch zweimal zu sehen, dirigieren wird dann Startenor Plácido Domingo. Sängerin Foster selbst nahm die Verletzung gelassen. Auf ihrer Facebook-Seite schrieb sie, dass es mit viel Eis und Arnika wieder gut werde.

(dpa)
 
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