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Köln
Abstrakter Expressionismus von Joan Mitchell in Köln

Köln. Das Museum Ludwig in Köln zeigt von Samstag an eine große Überblicksausstellung der Künstlerin Joan Mitchell (1925-1992). Die US-Amerikanerin gilt als eine der bedeutendsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts und wird dem Abstrakten Expressionismus zugeordnet. Dennoch werde Mitchell nach wie vor nicht in einem Atemzug mit den männlichen Protagonisten des Abstrakten Expressionismus wie Jackson Pollock oder Willem de Kooning genannt, sagte Museumsdirektor und Kurator Yilmaz Dziewor bei der Vorstellung der Schau. Die Kölner Ausstellung solle dazu beitragen, Joan Mitchells kunsthistorische Bedeutung zu verdeutlichen.

Die Ausstellung präsentiert bis zum 21. Februar 29 teils sehr großformatige Bilder, die vom Frühwerk der 50er Jahre bis zu Arbeiten aus Mitchells letzten Lebensjahren reichen. Neben Leihgaben aus Museen wie dem Museum of Modern Art in New York oder dem Pariser Centre Pompidou zeigt die Schau auch Werke aus Privatsammlungen, die bisher noch nie oder nur selten in der Öffentlichkeit zu sehen waren.

Darüber hinaus widmet sich ein Teil der Ausstellung der schillernden Biografie der Künstlerin. Dazu ist erstmals in größerem Umfang Archivmaterial der Joan Mitchell Foundation zu sehen. Film- und Fotomaterial sowie Briefe und andere Dokumente geben Zeugnis von Mitchells Beziehungen zu bekannten Künstlern und Literaten ihrer Zeit, darunter die Maler-Kollegen Franz Kline und Elaine de Kooning sowie Samuel Beckett und Frank O'Hara. Die Kölner Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus Bregenz in Österreich, wo sie bereits zu sehen war.

Info Museum Ludwig, Heinrich-Böll-Platz, 50667 Köln. Die Ausstellung ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet, jeden ersten Donnerstag im Monat von 10 bis 22 Uhr. www.museum-ludwig.de

(epd)
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