Goldener Löwe für Luxemburg: Alle Kunstwege führen nach Venedig
zuletzt aktualisiert: 14.06.2003 - 19:32Venedig (rpo). Kunstliebhaber führen momentan alle Wege an Rom vorbei nach Venedig zur 50. Kunst-Biennale. Die Mega-Schau mit mehr als 380 vertretenen Künstlern und über 60 teilnehmenden Ländern wurde am Samstagabend offiziell eröffnet.
Der Länderpavillon Luxemburgs, die Werke des Schweizer Künstlerduos Peter Fischli und David Weiss (Zürich) sowie die beiden Briten Oliver Payne und Nick Relph sind die Gewinner der Goldenen Löwen in Venedig. Den Ehren-Löwen für ihr Lebenswerk erhielten die 85-jährige Carol Rama, Grand Dame der italienischen Avantgarde, sowie der Maler und Objektkünstler Michelangelo Pistoletto.
Der luxemburgische Pavillon repräsentiere "eine starke, aber zugleich poetische Kombination von Klang, Film und Raum", hieß es in der Begründung der Jury. Den beiden Schweizer Videokünstlern sei es mit ihren Werken am besten gelungen, das Biennale-Thema "Träume und Konflikte: Die Diktatur des Zuschauers" aufzunehmen und zu verdeutlichen.
Bei der 49. Biennale vor einem Jahr hatte Deutschland mit Gregor Schneider den Goldenen Löwen für den besten Länder-Beitrag gewonnen. Die reiche Sammlung an Gegenwartskunst ist noch bis zum 2. November auf dem Gelände der Giardini, in den Räumen des Arsenale, im Museo Correr und an vielen weiteren Orten der Lagunenstadt zu sehen.
Die Ausstellung ist in verschiedene Themenkomplexe untergliedert, die vom neuen künstlerischen Leiter Francesco Bonami und elf weiteren Kuratoren erdacht und umgesetzt wurden. Den deutschen Pavillon, in dem Werke der Fotografin Candida Höfer und des 1997 gestorbenen Multimedia-Künstlers Martin Kippenberger gezeigt werden, hat Julian Heynen gestaltet, seit 2001 künstlerischer Leiter der K21- Kunstsammlung in Düsseldorf.
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