Kambodscha reagiert auf Bedrohung von Denkmälern: Angkor-Tempel kein "bedrohtes Denkmal" mehr
zuletzt aktualisiert: 05.07.2004 - 16:18Schanghai (rpo). Weltberühmt und vielbereist: Die faszinierende Tempelanlage in Angkor hat schon viele Besucher in Verzückung versetzt. Die Anlage stand auf der Liste der bedrohten Kulturgüter der Welt und damit unter besonderem Schutz - das ist nun nicht mehr nötig.
Zur Begründung wurde auf erfolgreiche Maßnahmen der kambodschanischen Behörden gegen Vandalen, gegen Minen und illegale Bauten verwiesen. Wie weiter mitgeteilt wurde, nahmen die Delegierten der Weltkulturerbe-Konferenz in der ostchinesischen Stadt Suzhou auch die in Lehm gebaute Festung Bahla in Oman und den Bergnationalpark Rwenzori in Uganda von der Liste.
Bahla galt seit 1988 wegen Bauarbeiten in der Nähe als gefährdet. Der Rwenzori-Nationalpark, in dem unter anderem auch Berggorillas leben, wurde 1999 wegen der Sicherheitslage auf die Liste genommen. Inzwischen beherrschen aber wieder Regierungstruppen statt der Rebellen das Gebiet. 32 der insgesamt 788 Kulturdenkmäler auf der UNESCO-Liste gelten jetzt noch als gefährdet.
Auf der UNESCO-Konferenz wurden auch weitere 34 Kultur- und Naturstätten aus dreißig Ländern in die Liste des Welterbes aufgenommen, darunter aus Deutschland das Elbtal in Dresden, der Muskauer Park als polnisch-deutscher Eintrag sowie Rathaus und Roland in Bremen.
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