Alle Kultur-Artikel vom 31. Oktober 2014
Düsseldorf

Rheingold-Stiftung stellt Strafanzeige gegen Achenbach

Die bekannte Kunstsammlung "Rheingold" hat gegen den inhaftierten Kunstberater Helge Achenbach nun ebenfalls eine Strafanzeige gestellt. Die Gesellschaft unterstellt ihm, als früherer Geschäftsführer unbefugt 485 000 Euro eingesteckt zu haben. Die Strafanzeige wegen vermuteter Untreue wurde gestern bei der Staatsanwaltschaft Essen eingereicht. Es geht um mehrere Überweisungen von Anfang dieses Jahres, bei denen Achenbach Geld vom Rheingold-Konto auf seine eigenen Konten bewegt haben soll. mehr

Kurz Und Gut

Young Fathers

Ihnen wurden lediglich Außenseiterchancen eingeräumt, aber nun setzte sich das schottische Trio Young Fathers doch gegen Konkurrenten wie Damon Albarn und FKA Twigs durch und gewann den Mercury-Prize. Die Auszeichnung wird jährlich an das wichtigste Album aus Großbritannien vergeben, und tatsächlich klingt die Mischung aus Rock, R'n'B, Fuzz, pschedelischem HipHop und afrikanischen Rhythmen auf "Dead" unerhört, neu und faszinierend. Sehr gute Platte, verdiente Auszeichnung. hols mehr

Düsseldorf

Landesregierung verteidigt Verkauf von Warhol-Werken

Auf Anfragen zur geplanten Versteigerung von zwei millionenschweren Warhol-Bildern aus dem Bestand des landeseigenen Casino-Betreibers "Westspiel" reagierte die Landesregierung bislang kaum: keine Interviews, keine Hintergründe - allenfalls ein paar knappe Statements. Und die enthielten kaum mehr als den Hinweis, "Westspiel" sei ein eigenständiges Unternehmen, weshalb die Landesregierung mit dem Verkauf allenfalls aus der Ferne zu tun habe. Offenbar hat sie damit aber doch mehr zu tun als bislang bekannt: NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) räumte gestern vor dem Haushalts- und Finanzausschuss ein, dass er dem Verkauf schon im Frühjahr 2014 ausdrücklich zugestimmt hat. Und zwar auf einer Sitzung des Verwaltungsrates der ebenfalls landeseigenen NRW-Bank, die 100-prozentige Westspiel-Eigentümerin ist. mehr

Warschau

Polen lehnt Festnahme von Roman Polanski ab

Polen sieht nach den Worten des stellvertretenden Außenministers Rafal Trzaskowski keinen Anlass, Starregisseur Roman Polanski (81) festzunehmen und an die USA auszuliefern. "Ja, die amerikanische Staatsanwaltschaft ist ausgesprochen entschlossen", sagte Trzaskowski zu Berichten, dass die US-Justiz eine entsprechende Bitte an Polen gerichtet habe. Wegen eines lang zurückliegenden Sexualdelikts wird in den USA noch immer gegen Polanski ermittelt. Die Tat gelte in Polen mittlerweile als verjährt, sagte Trzaskowski. mehr