Alle Kultur-Artikel vom 22. August 2014
Rezension

Das Streben nach Unglück

"Was für ein Trauerspiel", denkt sich mancher Leser des neuen Romans von Yasmina Reza, der den tautologischen Titel "Glücklich die Glücklichen" trägt. Die Assoziation zum Theater rührt nicht nur vom dramatischen Inhalt des Romans her, auch formal gelingt Yasmina Reza, die vielen als Autorin des Theaterstücks "Der Gott des Gemetzels" bekannt ist, eine theater-ähnliche Konstruktion: dialog-lastig, wortgewandt und schlagfertig wird eine Geschichte aus achtzehn verschiedenen Blickwinkeln erzählt. mehr

Rezension

Reigen einsamer Seelen

Eigentlich ist es wie immer: Es streiten sich zwei, die schon lange ein Paar sind - der falsche Käse von der Supermarkttheke, zu viel Süßes für die Kinder im Einkaufswagen. Und schnell wird es grundsätzlich. Sie schimpft: "Immer sagst du: ich hau ab." Er denkt: "Sie hatte schon immer das Talent zu verschwinden." Doch es geht um mehr als die gut beobachtete Eskalation eines Streits unter Eheleuten. Bald zeigt sich hinter der Alltagsbanalität die Glückssuche meist gut situierter, vermeintlich erfolgreicher Menschen. mehr

Berlin

18-Jähriger in Spitzenorchester

Die Berliner Philharmoniker haben einen 18-Jährigen als zweiten Trompeter verpflichtet. Es handelt sich um den Österreicher Florian Pichler. Der Sohn eines Trompeters begann laut Webseite der Berliner Philharmoniker seine Ausbildung mit sieben Jahren. Erste Erfahrungen sammelte Pichler, der 2011 erste Preise beim österreichischen Jugendmusikwettbewerb Prima la Musica gewann, bei den Orchestern der Wiener Staatsoper und Volksoper, dem ORF-Orchester Wien und dem Grazer Orchester. mehr

Köln/Solingen

"Zentrum für verfolgte Künste" in Solingen

Die Gründung des bundesweit einzigartigen "Zentrums für verfolgte Künste" in Solingen ist jetzt mit der Zustimmung des NRW-Innenministeriums ein Stück näher gerückt. Die entsprechenden Verträge seien vom Land genehmigt worden, teilte der Landschaftsverband Rheinland in Köln mit. Das neue Museum am Standort des alten Gräfrather Rathauses soll an Künstler erinnern, die in der NS-Diktatur und in der DDR verboten, schikaniert und vertrieben wurden. mehr