Intendant will neuen Aufgaben suchen: Bernd Wilms verlässt Deutsches Theater 2006
zuletzt aktualisiert: 12.08.2004 - 16:28Berlin (rpo). Im Sommer 2006 ist für Bernd Wilms Schluss. Der Intendant des Deutschen Theaters in Berlin wird seinen Vertrag nicht verlängern. "Ich habe etwas gegen Menschen, die nicht aufhören können", sagte der 64-Jährige.
Der AP sagte er am Donnerstag, er habe dann insgesamt zwölf Jahre erfolgreich in Berlin als Intendant gearbeitet. Darüber hinaus sei er zutiefst enttäuscht über die Berliner Kulturpolitik. Mit Kultursenator Thomas Flierl (PDS) habe er eine "intensive Nicht-Beziehung" geführt. Es habe keinen politischen Diskurs über den Stand der Dinge gegeben.
Er wisse zwar nicht, ob er sich anders entschieden hätte, wenn er gebeten worden wäre zu bleiben, sagte Wilms. Kein verantwortlicher Politiker habe auch nur den Versuch gemacht, mit ihm zu reden. "Es gab nicht den Punkt, wo es sich möglicherweise gelohnt hätte, die Arbeit fortzusetzen." Nun kämen noch "zwei ganz wichtige Jahre" mit rund 30 Premieren. "Dann fängt das Leben nach dem Theater an", erklärte Wilms.
Wilms erklärte, er sei Anhänger von Zeitverträgen. Nun wolle er, dass dieser beendet werde.
Wilms wurde 1994 Intendant des Berliner Maxim-Gorki-Theaters. Seit 2001 leitete er als Nachfolger von Thomas Langhoff das Deutsche Theater. Bereits im Juni hatte Flierl den ebenfalls 2006 auslaufenden Vertrag mit dem Intendanten des Gorki-Theaters, Volker Hesse, nicht verlängert.
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