Bauarbeiten: Brandauers "Dreigroschenoper" auf dem Parkplatz?
zuletzt aktualisiert: 06.08.2006 - 09:11Berlin (rpo). Fast unzumutbare Zustände müssen die Schauspieler hinnehmen, die mit Klaus Maria Brandauer derzeit die "Dreigroschenoper" in Berlin einstudieren. Am Admiralspalast finden noch Bauarbeiten statt: tagsüber arbeiten die Baukolonnen, die Schauspieler können nur nachts proben. Wenn das Gebäude bis Freitag nicht fertig ist, muss die Premiere auf dem Parkplatz stattfinden.
Knapp eine Woche vor der Premiere der "Dreigroschenoper" im restaurierten Admiralspalast in Berlin ist das Gebäude immer noch nicht freigegeben. Es sei noch allerhand zu machen, sagte die zuständige Baustadträtin Dorothee Dubrau (Grüne) dem "Tagesspiegel". Am Dienstag solle die Bauaufsicht entscheiden, ob das Haus freigegeben und die Premiere wie geplant am Freitag stattfinden könne.
Wegen der Bauarbeiten proben die Schauspieler nachts. "Tagsüber sind die Bauarbeiter dran", sagte Schauspielerin Birgit Minichmayr, die die Polly Peachum spielt, der Zeitung. Sänger Campino von den Toten Hosen sagte: "Es bleibt spannend bis zur letzten Minute. Zuschauerraum und Bühne sind inzwischen betretbar. Ein paar Sitze gibt es auch schon. Aber sonst ist der Admiralspalast wie ein Rohbau. Überall liegen noch Zement und Schutt rum." Falls das Bauamt das Gebäude nicht rechtzeitig freigebe, stelle man sich darauf ein, auf einem Parkplatz zu spielen, fügte Campino hinzu, der den Mackie Messer spielt.
Mit der "Dreigroschenoper" in der Regie von Klaus Maria Brandauer sollte der Admiralspalast nach zehn Jahren Leerstand am Freitag wiedereröffnet werden.
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