Werk des Eichborn-Verlages: Buch über Islamisten darf nicht mehr ausgeliefert werden
zuletzt aktualisiert: 07.05.2003 - 08:41Frankfurt/Main (rpo). Ein Sachbuch über Islamisten darf in Deutschland nicht mehr ausgeliefert werden. Das Eichborn-Werk "Der Krieg in unseren Städten. Wie radikale Islamisten Deutschland unterwandern" wurde per Einstweiliger VErfügung gestoppt.
Wie Verlagssprecher Dieter Muscholl mitteilte, ist Eichborn eine Einstweilige Verfügung des Landgerichts Berlin zugestellt worden. Sie untersagt dem Verlag auf Antrag der Islamischen Föderation in Berlin den weiteren Vertrieb des Buches.
Gegen das im März erschienene Buch lagen dem Verlag schon viele Abmahnungen und eine bereits erlassene Einstweilige Verfügung vor. Diese galt jedoch nur für die geplante Neuauflage. Kläger sind verschiedene islamische Vereine, Organisationen, Firmen und Privatpersonen. Sie sehen sich in dem Buch unzutreffend dargestellt. Ulfkotte, Redakteur der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", schildert in dem Band die Verflechtungen gewaltbereiter Islamisten in Deutschland, die sich - als friedliche Muslime getarnt - in islamischen Vereinigungen verbergen und die innere Sicherheit bedrohen.
Eichborn hat von dem Buch, das seit März im Handel ist, nach eigenen Angaben bisher rund 25 000 Exemplare verkauft. An diesem Mittwoch will das Landgericht Köln mehrere Urteile zu noch laufenden Anträgen auf Erlass einstweiliger Verfügungen verkünden. Ebenfalls für Mittwoch ist eine weitere öffentliche Verhandlung am Kölner Landgericht im Fall eines islamischen Antragstellers aus Bad Vilbel anberaumt.
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