Aussteller zufrieden mit Geschäften: Bilanz: Rund 285.000 Besucher auf der Buchmesse
zuletzt aktualisiert: 08.10.2006 - 21:36Frankfurt/Main (rpo). Am Sonntag ging die Frankfurter Buchmesse zu Ende - und kann ein zufriedenes Resümée ziehen. Neben über 7000 Ausstellern aus 113 Ländern kamen auch 285.000 Besucher während der fünf Tage. Der Samstag wurde mit mehr als 74.000 Gästen gar zum neuen Rekord.
"Die Stimmung in den Messehallen war hervorragend", erklärte Buchmesse-Direktor Juergen Boos. Auch in wirtschaftlicher Hinsicht zeigten sich die Aussteller noch zufriedener als im vergangenen Jahr.
Mit 7.272 Ausstellern aus 113 Ländern war in diesem Jahr ein Rekord aufgestellt worden. Laut ersten Ergebnissen einer Befragung der Aussteller beurteilen diese vor allem die Zahl der Geschäftsanbahnungen äußerst positiv, wie die Veranstalter mitteilten. Bei den internationalen Ausstellern gaben demnach 35 Prozent der Befragten an, dass sie in diesem Jahr mehr Geschäfte auf den Weg bringen konnten.
Auch bei den Besuchern erwies sich die 58. Buchmesse einmal mehr als Magnet. Im vergangenen Jahr waren auf der Buchmesse rund 280.000 Besucher gezählt worden, diesmal waren es mit rund 285.000 etwas mehr. Während in den ersten drei Tagen, an denen nur das Fachpublikum Zutritt hatte, ein leichter Besucherrückgang zwischen 0,2 und 3,1 Prozent zu verzeichnen war, fand sich das breite Lesepublikum am Wochenende umso zahlreicher ein.
Grund dafür war sicherlich auch die diesmal wieder zahlreich erschienene Prominenz wie Hape Kerkeling, Günther Grass oder Eva Herman. Am Sonntag durften dann an den Ständen auch Bücher verkauft werden, was an den Tagen zuvor nicht erlaubt war.
"Für die Verlagsbranche war die Frankfurter Buchmesse eine lebhafte und von Optimismus geprägte Arbeitsmesse", bilanzierte Boos. Neben dem Gastland Indien und dem neuen Thema "Zukunft Bildung" hätten gerade die jungen Autoren im Mittelpunkt des Publikumsinteresses gestanden.
Nächstes Gastland wird Katalanien
"Gelassen, solide, arbeitsreich und voller intellektueller Reize", charakterisierte der Vorsteher des Börsenvereins des deutschen Buchhandels, Gottfried Honnefelder, die fünftägige Messe. Es habe sich wieder gezeigt, wie unverzichtbar das persönliche Gespräch zwischen Verlagen, Buchhändlern, Autoren und Lesern sei.
Zum Abschluss der Messe erhielt der Soziologe Wolf Lepenies am Sonntag in der Paulskirche den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Am Vorabend der Messe war Katharina Hacker für ihren Roman "Die Habenichtse" mit dem Deutschen Buchpreis 2006 ausgezeichnet worden.
Das Gastland der nächsten Buchmesse im Jahr 2007 wird Katalanien sein. Etwa 200 Autoren - Roman- und Jugendbuchschriftsteller, Wissenschaftler und Übersetzer - werden vom 10. bis 14. Oktober ihre Arbeit in Deutschland präsentieren, zugleich sind zahlreiche Musik-, Tanz- und Theatervorführungen geplant sowie eine Reihe von Ausstellungen. Bis zum Beginn der nächsten Buchmesse werden in rund 25 deutschen Städten etwa hundert kulturelle Veranstaltungen stattfinden. Im Jahr 2008 wird dann die Türkei Gastland der Buchmesse sein.
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