Buchtipp: Felix Huby: Der Heckenschütze
VON SUSANNE GABRIEL - zuletzt aktualisiert: 10.03.2005 - 09:31Ursprünglich kommt Kriminalhauptkommissar Peter Heiland aus Stuttgart. Aber er hat sich nach Berlin versetzen lassen. Heimisch fühlt er sich in der Hauptstadt allerdings noch nicht. Und sein Chef traut ihm zunächst auch nicht allzu viel zu. Das ändert sich jedoch, als der Kommissar per Zufall in einen komplizierten Fall verwickelt wird: Ein Heckenschütze treibt in Berlin sein Unwesen.
Einige Indizien tauchen auf, die nach Schwaben weisen. Peter reist zu Ermittlungen in seine alte Heimat. Dabei ist er selbst in Gefahr: Der Täter kennt ihn und droht damit, ihn zu töten. Aber sein Einfühlungsvermögen und seine Kenntnis der schwäbischen Mentalität helfen Heiland dabei, den Fall schließlich zu lösen.
Ein Schwabe - ein Ziehsohn von Kommissar Bienzle - in Berlin: Das ist das neueste Projekt des Bestsellerautors Felix Huby. Huby hat schon Figuren wie "Horst Schimanski" oder "Max Palü" mitentwickelt. Mit Peter Heiland ist ihm wieder ein Typ gelungen - schlaksig, schüchtern, manchmal unbeholfen, aber charmant und sympathisch.
Sein Privat- und Familienleben spielt in "Der Heckenschütze" eine wichtige Rolle. Das tut dem Buch gut. Dabei ist der Kriminalfall an sich schon spannend genug. Der Leser kennt den Täter - zwar nicht seinen Namen, aber seine Person und sein Vorgehen - fast von Anfang an. Wie er immer mehr in die Enge getrieben wird, wie sich sein Motiv für die Untaten enthüllt, so dass er am Ende mehr Mitleid als Verachtung weckt, das beschreibt Huby packend und überzeugend.
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