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Autorin von "Die größere Hoffnung"
Schriftstellerin Ilse Aichinger mit 95 Jahren gestorben

Von diesen Menschen nahmen wir 2016 Abschied
Von diesen Menschen nahmen wir 2016 Abschied FOTO: dpa, bsc
Berlin. Die österreichische Dichterin und Schriftstellerin Ilse Aichinger ist am Freitag mit 95 Jahren in Wien gestorben. Das sagte ihre Tochter Mirjam Eich am Freitag in Berlin.

Aichinger stammte aus einer jüdischen Familie und überlebte die Nazi-Zeit gemeinsam mit ihrer Mutter in einem Versteck in ihrer Geburtsstadt Wien. 1948 wurde sie mit dem Roman "Die größere Hoffnung" schlagartig bekannt. In den 50er Jahren war sie häufig bei Treffen der "Gruppe 47" zu Gast. Dort lernte sie auch den Schriftsteller Günter Eich kennen, den sie 1953 heiratete und mit dem sie zwei Kinder bekam.

Aichinger galt als literarische Einzelgängerin und schuf in geheimnisvoller, verrätselter Sprache Werke von analytischer Schärfe und lyrischer Kraft. Für ihre Gedichte, Erzählungen und Hörspiele wie "Knöpfe" wurde sie mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt.

(isw/dpa)
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