Buch-Kritik: John Lancaster: Hotel Empire Hongkong
VON BETTINA SCHWOCH - zuletzt aktualisiert: 27.01.2005 - 10:22Auf der Suche nach Abenteuern verlässt der 22-jährige Tom Stewart 1935 England und reist mit dem Schiff mitten in der Kolonialzeit nach Hongkong. Diese Entscheidung hat Einfluss auf sein gesamtes weiteres Leben. Bereits an Bord lernt er interessante Menschen kennen, so auch die katholische Missionarin Maria, die ihm während der Seereise die Grundkenntnisse der chinesischen Sprache vermittelt.
In Hongkong angekommen, findet der junge Mann schnell eine Anstellung im Hotel Empire. Über die Jahre hinweg bleibt Tom immer in Kontakt mit seiner unerreichbaren Liebe, Schwester Maria. Schwierig und gefährlich wird die Situation, als die japanische Armee während des Zweiten Weltkrieges in Hongkong einfällt und Tom gefangen genommen wird.
Er durchlebt mit seinen Freunden eine schreckliche Zeit, von der sich alle nur langsam erholen. Nach dem Krieg blüht Hongkong auf und entwickelt sich rasant schnell. Aber das organisierte Verbrechen beherrscht die Szene. Stewart gerät in Kontakt mit den Triaden, als mit Hilfe von Schwester Maria ein Unterweltboss zu Fall gebracht wird. Zu seinem Entsetzen verschwindet die Missionarin kurz darauf.
Der Roman "Hotel Empire Hongkong" des im Fernen Osten aufgewachsenen Autors John Lancaster spielt hauptsächlich in der Vergangenheit, beginnt aber in der Gegenwart mit der Geschichte der ehrgeizigen Journalistin Dawn Stone. Sie lernt den jungen Chinesen Matthew Ho, einen Enkel Toms, auf ihrem Flug nach Hongkong kennen.
Die Geschichte auf diese Weise zu beginnen, scheint am Anfang sehr dubios; der Kreis schließt sich aber mit den Entwicklungen am Schluss. Die Geschichte über Freundschaft, Geschäfte und politische Verwicklungen bildet ein harmonisches Ganzes und ist zudem auch noch spannend. Außerdem spiegeln sich Lancasters Asienkenntnisse in seinem Roman wider.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum






