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Retterin des klassischen Detektivromans: Krimi-Autorin Charlotte MacLeod gestorben

zuletzt aktualisiert: 17.01.2005 - 14:20

Lewiston/USA (rpo). Die kanadische Schriftstellerin Charlotte MacLeod ist tot. Die 82-jährige Autorin preisgekrönter Kriminalromane starb am Freitag in einem Pflegeheim in Lewiston im US-Staat Maine, teilte ihre Schwester Alexandria Baxter mit. MacLeod schrieb mehr als 30 Bücher, die in ihrer Wahlheimat USA weit über eine Million Mal verkauft wurden. Sie litt seit Jahren an Alzheimer.

"Wunderbare Charaktere, für alle Liebhaber der heiteren Ironie", schreibt die Brigitte über MacLeods Bücher.  Foto: Dumont
"Wunderbare Charaktere, für alle Liebhaber der heiteren Ironie", schreibt die Brigitte über MacLeods Bücher. Foto: Dumont

Ihre Werke erfreuen sich auch im Ausland großer Beliebtheit. Sie handeln zumeist von Privatdetektiven, die mysteriöse Fälle lösen. Rohe Gewalt und Sex kommen darin aber kaum vor, auch Kraftausdrücke sind verpönt. Baxter zufolge richtete sich MacLeod gezielt an Krimi-Freunde, die keine blutrünstigen Geschichten lesen wollen. Stattdessen "trinken alle Charaktere Tee und essen Plätzchen".

Charlotte MacLeod, die in Massachusetts aufwuchs, studierte am Boston Art Institute und arbeitete danach als Bibliothekarin und Werbetexterin. In der Balaclava-Reihe gönnt sie sich sogar Kurzauftritte als Catriona MacBogle. Schon 1964 begann sie, Detektivromane für Jugendliche zu schreiben und 1978 folgte mit "Schlaf in himmlischer Ruh" der erste Krimi für Erwachsene. Aufgrund ihrer Baclava- und Boston-Reihe gilt sie in den Staaten als Retterin und Erneuerin des klassischen Detektivromans.

Quelle: ap

 
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