Ein Feuerwerk der Literatur: Leipzig lockt mit größtem Lesefestival
zuletzt aktualisiert: 08.02.2005 - 13:31Leipzig (rpo). 1.200 Veranstaltungen und über 1.000 Mitwirkende machen das Festival "Leipzig liest" zur Buchmesse zum größten europäischen Literaturfest. So kündigte Buchmesse-Direktor Oliver Zille ein "Festival der Superlative" an. Im März stellen nicht nur bekannte Autoren ihre Werke vor, sondern auch Debütanten, Sänger, Schauspieler und Politiker. Weitere Sonderveranstaltungen während der Messe sind geplant.
Zille nannte unter anderem Namen wie Amos Oz, Thomas Brussig oder Katharina Thalbach. Bei den Debütanten zählte Birgit Peter, literarische Beraterin von "Leipzig liest", unter anderem Silke Scheuermann, Dea Loher oder Bernd Lichtenberg auf.
Gleich zum Auftakt der Messe wird der in diesem Jahr erstmals ausgelobte "Preis der Leipziger Buchmesse" in drei Kategorien vergeben. Wie der Vorsitzende der Jury, Martin Lüdke, sagte, soll der mit insgesamt 45.000 Euro dotierte Preis zu einem der bedeutendsten Buchpreise in Deutschland werden. Die Leipziger Buchmesse biete dafür beste Voraussetzungen, so Lüdke. "Leipzig ist das geworden, was Frankfurt einmal war: Die Generalversammlung der Branche", unterstrich Lüdke den Anspruch.
Als ein Höhepunkt im Rahmen von "Leipzig liest" wurde "Leipzig liest Schiller" angekündigt. Anlässlich des 200. Todestages des Dichters gibt es eine ganze Reihe von Veranstaltungen, die sich mit Neuerscheinungen über Leben und Werk des Klassikers befassen. Speziell an ein jüngeres Publikum richtet sich das Schauspiel Leipzig, dass eine öffentliche Probe seines Stückes "Schiller unplugged" zeigt.
Bereits zur Tradition geworden ist im Rahmen der Leipziger Buchmesse der Themenschwerpunkt "Hörbuch". Höhepunkt soll auch in diesem Jahr die "ARD-Radionacht der Hörbücher" werden, in deren Rahmen auch der Publikumspreis "HörKules" verliehen wird.
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