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Liz Brady: Tod in Toronto

VON SUSANNE GABRIEL - zuletzt aktualisiert: 03.02.2005 - 08:26

Die Journalistin und Buchautorin Jane Yeats ist pleite. Sie hat sich ein kleines Häuschen in Toronto gekauft, aber das Geld reicht nicht für die Renovierung. Außerdem hat sie Streit mit einigen Nachbarn - insbesondere mit der Prostituierten Tina, die Tür an Tür mit Jane wohnt. Eines Morgens findet Jane Tina tot in ihrem Vorgarten.

"Tod in Toronto" von Liz Brady. Foto: Fischer Verlag

Für die Polizei ist der Fall einer von vielen - Dutzende Prostituierte wurden in den vergangenen Jahren tot aufgefunden oder als vermisst gemeldet. Nur ein Berufsrisiko? Der Anblick der toten Tina lässt Jane nicht los. Sie beginnt zu recherchieren, beschäftigt sich auch mit den vergangenen Fällen. Sie spricht mit Angehörigen, Freundinnen und Kolleginnen der vermissten beziehungsweise toten Prostituierten, mit Sozialarbeitern, Mitgliedern von Selbsthilfegruppen usw. Langsam bekommt sie ein Bild vom Leben der Prostituierten, ihrem Alltag und ihren Problemen. Dadurch verändert sich auch ihre eigene Einstellung.

Im Laufe ihrer Recherchen findet Jane bald heraus, dass nicht alle Fälle zusammenhängen. Der Mord an Tina zum Beispiel fällt aus dem Rahmen. Jane entlarvt den Täter schließlich, aber nicht, ohne Blessuren davon zu tragen. Auf die Spur eines Sexualstraftäters, der ungleich mehr Prostituierte auf dem Gewissen hat, kommt sie aber nur per Zufall.

Wie schon Bradys erster in Deutschland erschienener Krimi, "Der 13. Mord des Jahres", lebt auch "Mord in Toronto" vor allem durch seine Protagonistin Jane. Auch die meisten anderen Figuren - wie ihre exzentrische Mutter, der Penner Repeat oder der Polizeibeamte Ernie Sivcoski - sind überzeugend charakterisiert. Dafür ist die Handlung eher mäßig spannend - und die Auflösung des Falles zu klischeehaft.

Quelle: ap

 
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