Krimi: Mark Haddon: Supergute Tage oder die sonderbare Welt des Christopher Boone
VON LUDMILLA HAUSER; CVD-GRUPPE RP - zuletzt aktualisiert: 15.08.2005 - 05:00Sind Sie mathematisch interessiert? Vor allem im Primzahlenbereich? Nein. Dann würden Sie wie ich auch kein Buch kaufen, dessen Kapitel mit Primzahlen gekennzeichnet sind und in dem Sie sich stellenweise mit mathematischen Formeln auseinander setzen müssen oder mit Altgriechisch oder mit Astrophysik. Gekauft hab ich‘s trotzdem. Weil "Supergute Tage oder die sonderbare Welt des Christopher Boone" ein Kriminalroman ist.
Und eine heitere wie berührende Geschichte über einen 15-Jährigen, der an einer leichteren Form von Autismus leidet, komplizierte Gefühle, Unordnung, fremde Menschen und Überraschungen hasst, Mathematik, Uniformen und alles Geordnete liebt. Als Christopher Nachbars Hund Wellington mit einer Mistgabel im Fell tot auffindet, wächst er über sich und seine eingeschränkte Welt hinaus. Er macht sich auf Mördersuche: naiv, neunmalklug, mathematisch korrekt und liebenswert chaotisch. Ein witziges und spannendes Buch und gar nicht so mathematisch wie's mir zuerst erschien.
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