Verleihung von Kinderbuchpreis LUCHS: "Millionen" ist bestes Kinderbuch 2004
zuletzt aktualisiert: 13.01.2005 - 15:47Hamburg (rpo). Der Roman "Millionen" vom englischen Drehbuchautor Frank Cottrell Boyce ("Hilary and Jackie" und "Welcome to Sarajevo") wird als bestes Kinderbuch des Jahres 2004 ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet am 11. Februar 2005 im Literaturhaus Hamburg statt - Boyce und Rufus Beck werden dort für Kinder und neugierige Erwachsene lesen.
Frank Cottrell Boyce erzählt in seinem Debütroman eine Geschichte, die ebenso skurril wie menschlich ist. 17 Tage haben zwei Brüder Zeit, die von ihnen gefundenen 229 370 englischen Pfund auszugeben, bevor sie in Euro umgetauscht werden. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt - mit einem Vater, der langsam Verdacht schöpft, mit einer mysteriösen Frau und einer Menge verdächtiger Gestalten, die hinter dem Geld her sind.
Damian, der Fünftklässler, glaubt an Gott, kann für jeden Furz den passenden Heiligen samt Lebenslauf und E-Mail-Adresse zitieren, während der zwölfjährige Anthony der geborene Anlageberater ist. Was auf den 265 Seiten des Romans "Millionen" geschieht, summiert sich zu einem der humorvollsten und hintergründigsten Bücher des letzten Jahres.
Seit 1986 wird jeden Monat durch eine Jury (Buchhändlerin Elisabeth Menzel, TV-Moderatorin Gabi Bauer, Autor Andreas Steinhöfel und Zeit-Redakteur Konrad Heidkamp) das beste Buch des Monats ausgewählt und als Luchs bei Radio Bremen im Programm Funkhaus Europa vorgestellt (Redaktion: Marion Gerhard). Aus den zwölf Luchsen wird dann der Jahres-Luchs gekürt. Der Luchs 2004 ist mit 5000 Euro dotiert. Der Preis wird geteilt zwischen dem Autor und dem Übersetzer Salah Naoura, der den englischen Humor großartig ins Deutsche gerettet hat.
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