Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) überreicht dem Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki den Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen fuer das Jahr 2005. Diese höchste Auszeichnung des Landes besteht seit 1986 und ist mit insgesamt 25.000 Euro dotiert. Sehen Sie Stationen im Leben des `Literatur-Papstes´.
Marcel Reich-Ranicki wurde 1920 in Polen geboren.
1943 gelang die Flucht aus dem Warschauer Ghetto.
1950 wurde Reich-Ranicki Lektor für deutsche Literatur im Warschauer Verlag.
Von 1959 bis 1973 arbeitete er als Literaturkritiker für die Zeitung `Die Zeit´.
Von 1968 bis 1974 hatte Reich-Ranicki Lehraufträge an Universitäten in den USA, in Schweden, in Köln und in Tübingen.
Von 1973 bis 1988 leitete er die Redaktion für Literatur und literarisches Leben bei der `Frankfurter Allgemeinen Zeitung´.
Von 1988 bis 2001 war Reich-Ranicki fester Bestandteil des `Literarischen Quartetts´ im ZDF. Bücherwürmer und Leseratten orientierten sich an den Lobeshymnen und Verrissen des Literatur-Papstes.
1991/1992 kümmerte sich Reich-Ranicki wieder um den Literatur-Hunger der Studenten und übernahm eine Gastprofessur an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf.