Von Erfolgsautorin Cornelia Funke: "Tintenblut" kommt in den Handel
zuletzt aktualisiert: 15.09.2005 - 09:29Berlin (rpo). Von jugendlichen Leseratten wird sie fast so sehnsüchtig erwartet wie ein neuer Harry Potter-Band: Die Fortsetzung von "Tintenherz", dem Erfolgsroman der Kinder- und Jugendbuchautorin Cornelia Funke. Am Donnerstag kommt "Tintenblut" nun endlich in den Handel und entführt wieder in die Welt von Räubern, Feen und Bösewichten.
Die "Tintenwelt" zieht die 13-jährige Meggie magisch an. Sie möchte sich in das geheimnisvolle Buch hineinlesen, in das vor Jahren auch schon mal ihre Mutter entschwunden war. Eines Abends gelingt es ihr: Gemeinsam mit dem Jungen Farid wird Meggie Teil der Welt, in der es Räuber und Feen, Glasmänner und Gepanzerte und Bösewichte wie den Natternkopf gibt. Mit dem Roman "Tintenblut" legt die Erfolgsautorin Cornelia Funke den zweiten Teil der "Tintenwelt"-Trilogie vor. Am Donnerstag kommt das Buch in den Handel.
Funkes Fans, Kinder und Erwachsene, konnten die Veröffentlichung des Fantasie-Romans kaum erwarten. Die Autorin wird am Samstag im Deutschen Schauspielhaus im Hamburg vor 1.200 Zuhörern erstmals daraus vorlesen. Weitere Vorlesungen gibt es in Essen (19.), Bonn (20.), Verden/Bremen (22.), Hannover (24.) und Stuttgart (26.). Fast alle Veranstaltungen sind nach Angaben des Cecilie Dressler Verlages ausverkauft. Vom ersten Band, "Tintenherz", wurden 420.000 deutsche Exemplare verkauft. Derzeit wird der Roman in Hollywood verfilmt.
Die "Tintenwelt" ist das Innenleben eines mysteriösen Buches. Der Dichter Fenoglio hat es geschrieben - und ist inzwischen selbst Teil seiner Fantasien. In Fenoglios Hand liegt es, den Inhalt des Buches und damit das Schicksal der Figuren fort- beziehungsweise umzuschreiben. Ein paar wenige Menschen haben die Gabe, andere Menschen in die "Tintenwelt" hineinzulesen - zum Beispiel Meggie. Sie und Farid machen von dieser Fähigkeit Gebrauch, um ihren Freund Staubfinger zu retten, dem laut Fenoglios Vorlage der Tod droht.
In "Tintenblut" wird es voll in der "Tintenwelt": Meggies Eltern, der Buchbinder Mo und seine Frau Resa, folgen ihrer Tochter. Denn in Fenoglios Welt geht es gefährlich zu: Es wird gemetzelt, es gibt einen Krieg und Tote. Trotzdem bleibt Meggie von dieser Fantasiewelt gefesselt. So wie der Leser: Funke schafft es, ihn tief in die mitreißende Handlung ihrer Geschichte hineinzuziehen. In einem Interview sagte die deutsche J.K. Rowling mal, sie wolle "über dieses Suchtgefühl schreiben, das einen beim Lesen packt". Auch sie selbst würde es übrigens reizen, sich in ihren Roman hineinlesen zu können, sagte die 46-Jährige der Nachrichtenagentur ddp.
Funke studierte Diplompädagogik und Grafik und arbeitete vor ihrer Schriftstellerkarriere als Kinderbuch-Illustratorin. Mit dem Schreiben begann sie 1998, weil sie als Illustratorin Texte bekam, mit denen sie nach eigener Aussage selbst "nichts anfangen konnte". Ideen steuern auch ihre 10- und 15-jährigen Kinder Ben und Anna bei. Zu den bekanntesten Büchern Funkes, die derzeit in Los Angeles lebt, gehören "Herr der Diebe" und die Reihe "Die wilden Hühner".
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