Buch-Kritik: Val McDermid: Echo einer Winternacht
VON BETTINA SCHWOCH - zuletzt aktualisiert: 20.01.2005 - 11:31Eine düstere Dezembernacht im Jahr 1978. Alex Gilby und seine drei Freunde Ziggy, Weird und Mondo sind auf dem Heimweg von einer Party in der schottischen Universitätsstadt St. Andrews. Mitten im Schneetreiben machen die betrunkenen Studenten eine grausige Entdeckung: Vor ihnen liegt blutüberströmt und schwer verletzt die Kellnerin Rosemary Duff.
Die vier versuchen, ihr Lerben zu retten, doch jede Hilfe kommt zu spät. Die Polizei nimmt umgehend Ermittlungen gegen die jungen Männer auf, die vehement ihre Unschuld beteuern. Der Mord an der jungen Frau kann nicht aufgeklärt werden. Die Studenten müssen fortan mit ständigen Anfeindungen leben.
25 Jahre später wird der Fall wieder aufgerollt. Fernab vom Ort des Geschehens haben sich die Männer zu dieser Zeit ihr eigenes Leben aufgebaut. Aber sie können jene Dezembernacht nicht vergessen. Als Ziggy und Mondo plötzlich eines gewaltsamen Todes sterben, fürchten Alex und Weird um ihr Leben. Wer trachtet ihnen nach so langer Zeit nach dem Leben und ist auf Rache aus?
Wieder einmal hat Val McDermid mit "Echo einer Winternacht" einen erstklassigen und anspruchsvollen Krimi geschrieben. Geschickt verbindet sie die Vergangenheit mit der Zukunft. Auch wenn klar wird, aus welchen Kreisen der Täter stammt, schürt die Autorin die Spannung geschickt weiter. Die weitere Geschichte ist nicht langweilig. McDermids Hauptcharaktere machen eine interessante Entwicklung durch. Die Britin lässt den Leser mit den vier Jugendfreunden mitleiden. Fesselnder kann ein Krimi kaum sein.
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