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Jerry Halls Leben an der Seite von Mick Jagger: Zwischen Glory, Glamour und Rock

zuletzt aktualisiert: 24.02.2011 - 14:56

Düsseldorf (RPO). Jerry Hall, gefeierte Schönheit und gestandene Texanerin, war nicht nur fast 23 Jahre lang die Frau an der Seite des Rockstars Mick Jagger, dem sie vier Kinder gebar. Sie war zudem erfolgreiches Supermodel der ersten Stunde, das mit den bedeutendsten Modefotografen und Designern der letzten vier Jahrzehnte zusammen gearbeitet hat. Jetzt ist eine Autobiografie in Bildern erschienen.

In dem bei Schirmer/Mosel erschienen Bildband erzählt Jerry Hall von den wilden Nächten im Swinging London, dem Jetset zwischen Modeshootings und Dinner-Partys, ihrem aufregenden Leben im Zentrum des Rolling Stones-Wirbels und all den Begegnungen und Freundschaften mit der Prominenz aus der Glitzerwelt von Mode, Kunst und Film im angenehm offenen Plauderton.

In heutigen Zeiten von Castingshows und „Next Topmodel“-Ambitionen vieler junger Mädchen liest sich ihre Lebensgeschichte wie ein schillerndes Abenteuermärchen. Aufgewachsen in einfachen Verhältnissen mit vier Schwestern (darunter ihre Zwillingsschwester Terry) in Texas, wo sie 1956 in dem kleinen Ort Gonzales geboren wurde, träumte sie schon früh von einem Leben jenseits der Provinz.

Mit 800 Dollar nach St. Tropez

Im zarten Alter von 16 Jahren reiste sie mit 800 Dollar und selbstgenähten Klamotten im Gepäck nach Europa und wurde an einem Strand in St. Tropez prompt als Model entdeckt. Von da an ging es steil bergauf: in Paris traf sie mit Hilfe ihres Freunds und Mentors, dem Modezeichner Antonio Lopez, die richtigen Leute und lief schon bald ihre ersten Modenschauen für Yves Saint Laurent und andere Stardesigner.

Schnell zierte ihr unverwechselbares Gesicht die Cover der wichtigen Modemagazine wie Elle, Vogue, Photo oder der Cosmopolitan. Als eines der begehrtesten Models der 70er und 80er Jahre arbeitete sie mit berühmten Photographen wie Helmut Newton, Richard Avedon, oder Irving Penn.

Auf Paris folgten Karriere-Stationen in New York und London – Jerry Hall war bereits ein Modelstar, aber der Ruhm der Stones, den sie zu spüren bekam, als sie 20-jährig ihren Traummann Mick Jagger kennenlernte, war noch von einem "anderen Kaliber".

Der Rockstar musste nach ihrer ersten Begegnung einige Zeit um sie werben – mit Geschenken, Anrufen, Dinner-Einladungen und einem Marokko-Urlaub –, bevor Jerry ihre Verlobung mit Bryan Ferry, Sänger der britischen Band Roxy Music und ebenfalls Rockstar, löste.

"Sie waren eine wahre Pest"

Fortan stand Jerry Hall im Rampenlicht des internationalen Medienund Rock’n Roll-Zirkus – in ihren Memoiren erzählt sie nicht nur vom aufregenden Tourneeleben mit der Stones-Familie, den Frauen, Freundinnen und dem Team, sondern auch von den Schattenseiten des Star-Rummels: von Hinterausgängen von Hotelküchen, fensterlosen Lieferwagen, Drohbriefen, tätliche Angriffen und den aufdringlichen Groupies: "Sie waren eine wahre Pest", erinnert sie sich.

Jerry Hall heilte ihren Mick vom Rauschgift und sie hoffte, ihm auch die "Schürzenjägerei" (wie sie sagt) austreiben zu können. Dass sie die erotischen Ambitionen des "gefährlichen Raubtiers" nicht auch bändigen konnte, ist bekannt. Auch das Ende der Liebesgeschichte – die unaufhörlich brodelnde Gerüchteküche von Micks Frauenbekanntschaften, die immer länger dauernden Tourneen der Stones – beschreibt Jerry Hall ausführlich.

Als alleinerziehende Mutter von vier Jagger-Kindern baute sie sich eine selbstständige Film- und Schauspielkarriere auf und erntete viel Anerkennung auf der Bühne für ihre Rolle als Mrs. Robinson in "Die Reifeprüfung".

Ihre Autobiographie ist eine unvergleichliche Sammlung grandioser Fotografien, ein intimes Familienalbum, eine atemberaubende Schönheitsgalerie und nicht zuletzt die freimütige Schilderung ihres, wie sie selbst sagt, "überaus glücklichen Lebens".

Jerry Hall
Mein Leben in Bildern
Verlag Schirmer/Mosel
256 Seiten, 318 Farb- und Duotone-Abbildungen
ISBN 978-3-8296-0524-3
€ 29.80

Quelle: csr/top

 
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