"Ausstellung des Jahres 2004": Cézanne-Ausstellung ein Publikumsmagnet
zuletzt aktualisiert: 17.01.2005 - 14:07Essen (rpo). Sie gehört zu den bestbesuchtesten Kunstausstellungen in Deutschland: Am Sonntag ist im Essener Museum Folkwang die Schau "Cézanne - Aufbruch in die Moderne" zu Ende gegangen. 382.000 Besucher sahen nach Angaben einer Museumssprecherin die Gemälde von Picasso & Co. Zudem wurde sie vom Kunst-Kritikerverband zur "Ausstellung des Jahres 2004" gewählt.
"Cézanne - Aufbruch in die Moderne" zeigte mehr als 40 Gemälde des französischen Malers Paul Cézanne im Kontext mit ebenso bedeutenden Arbeiten von Picasso, Braque, Derain, Matisse und Léger. Das ambitionierte Projekt führte rund 100 Werke aus russischen, amerikanischen und europäischen Museen zusammen. "Diese Ausstellung hat künstlerisch und konzeptionell überzeugt und war auch wirtschaftlich für uns attraktiv", erklärte Museumsdirektor Hubertus Gaßner.
Gerade in den letzten Wochen hatten sich lange Besucherschlangen vor dem Museum gebildet. Der stärkste Andrang wurde am 14. Januar mit 8736 Besuchern verzeichnet. Um der hohen Nachfrage von Schulen zu entsprechen, wurden Sonderöffnungszeiten eingerichtet; 632 Schulklassen erhielten eine Führung durch die Ausstellung. Insgesamt organisierte das Besucherbüro 5200 Führungen.
Auch der Wunsch der Besucher, begleitende Materialien über die Cézanne-Ausstellung mit nach Hause zu nehmen, war außerordentlich hoch. Die Museumsauflage der Ausstellungskataloge von 40 000 Stück war bereits seit Anfang Januar vergriffen, so dass zuletzt Exemplare aus dem Buchhandel eingesetzt wurden. Außerdem wurden rund 5500 Kalender, 20 000 Poster, 140 000 Postkarten und nahezu 2000 DVD verkauft.
Wer die Schau verpasst hat oder keine Lust auf die langen Warteschlangen hatte, bekommt nun zumindest für einen der Künstler eine neue Chance: Erstmals nach über 25 Jahren kommt Henri Matisse in Deutschland mit einer Ausstellung wieder zu Ehren.
Frauen sollen im Zentrum einer großen Schau der Düsseldorfer Kunstsammlung stehen, die schon jetzt zu den international bedeutendsten Kunstereignissen gerechnet wird. Rund 80 Gemälde und fast 100 Zeichnungen, Papierschnitte, Skulpturen und Graphiken sollen vom 29. Oktober 2005 bis 19. Februar 2006 zu sehen sein; Museen und Privatsammlern in aller Welt stellen Leihgaben zur Verfügung.
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