Köln Comedy Festival vom 1. bis zum 17. Oktober: Comedyfest zwischen Unfall und Performance
zuletzt aktualisiert: 20.09.2004 - 15:00Köln (rpo). In Köln boomt unverdrossen die Comedy-Euphorie: Das alljährliche Festival wartet ab Anfang Oktober erneut mit der Crème de la Crème der deutschen Berufshumoristen auf und meldet die ersten ausverkauften Hallen. Besonderes reizvoll aber wirkt offenbar das Unbekannte.
Deutschlands Comedy-Elite steht vom 1. bis 17. Oktober beim 14. Internationalen Köln Comedy Festival auf der Bühne. Zwölf der 132 Veranstaltungen sind bereits ausverkauft, darunter die Auftritte der Top-Stars Dieter Nuhr und Michael Mittermeier, wie Festivalleiter Achim Rohde am Montag in Köln mitteilte. Ein Ende des Comedy-Booms kann Rohde nicht ausmachen. Nach seinen Angaben werden alleine in Nordrhein-Westfalen jährlich rund 200 Millionen Euro im Geschäftsfeld Comedy umgesetzt.
Einer der Höhepunkte des diesjährigen Köln Comedy Festivals soll der "Comedy in Concert"-Abend am 17. Oktober in der Kölner Philharmonie werden. Begleitet von einem großen Orchester wollen Comedy-Stars ihre Lieblingslieder singen, ein Konzert zwischen "schräger Performance und Autounfall", wie Teilnehmer Georg Uecker ankündigte. So werde sich Ingo Appelt an "Tränen lügen nicht", das Duo Olli Pocher und Bernd Hoecker an "Yes Sir, I can Boogie" versuchen. Ein weiterer Höhepunkt ist die RTL-Gala zur Verleihung des Deutschen-Comedy-Preises am 13. Oktober.
Festivalgründer Rohde erinnerte daran, dass Stars wie Piet Klocke, Kaya Yanar oder Atze Schröder der Kölner Veranstaltung ihren Durchbruch verdanken. Das Programm bietet neben prominenten Künstlern wie Mario Barth, Markus Maria Profitlich und Emil Steinberger auch ein Forum für Nachwuchs-Comedians. Als jüngster Künstler steht der erst 17-jährige Berliner Benny Kaltenbach auf der Bühne, der mit seinen Auftritt beim ProSieben "ComedyHotShot" begeisterte.
Gegen den Trend
Mit der Bereitschaft, sich auch auf unbekannte Acts einzulassen, liege das Kölner Publikum "gegen den Trend", lobte Rohde. So könnten sich die Fans in diesem Jahr auf die Begegnung mit der etwas gewöhnungsbedürftigen "Familie Popolski" freuen, die beweisen wolle, dass die Wiege der Popmusik eigentlich in Polen steht. Bekanntere Künstler wie Hennes Bender nutzten die Veranstaltung für die Premiere ihres neuen Programms. Erstmals gibt es auch zwei englischsprachige Stand-Up-Auftritte, die in einem Pub in der Kölner Altstadt über die Bühne gehen.
Nach 27 000 Besuchern im Jahr 2003 erwarten die Veranstalter in diesem Jahr rund 30 000 Zuschauer. Mit 132 Veranstaltungen und 200 Künstlern sehen die Veranstalter das Festival allerdings an seinen Wachstums-Grenzen angekommen. In den vergangenen 13 Jahren der Festivalgeschichte haben rund 250 000 Besucher über 1000 Veranstaltungen erlebt.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum






