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Köln
Denkmal soll in Köln an NSU-Opfer erinnern

Köln. Eine große Betonplatte mit integriertem App-Zugang soll in Köln an die Opfer der NSU-Anschläge erinnern. Die Idee stammt vom Künstler Ulf Aminde, der sich mit dem Entwurf gegen acht andere Vorschläge durchsetzte. "Er hat einen kühnen und hochinteressanten Entwurf entwickelt", sagte der Direktor des NS-Dokumentationszentrums, Werner Jung. Die Jury, in der auch Opfer vertreten waren, habe einstimmig entschieden. Eine Betonplatte spiegelt den Grundriss des Hauses wider, vor dem die Bombe in der Keupstraße explodierte.

Mit der App entstehen virtuelle Wände, mit denen man Filme über das NSU-Verfahren anschauen kann. Über den Entwurf muss noch der Stadtrat entscheiden. Wann er umgesetzt werden könnte, ist offen. Er müsste in die Planung für ein Neubaugebiet an der Keupstraße integriert werden. Am 9. Juni 2004 war in der überwiegend von türkischstämmigen Menschen bewohnten Keupstraße eine Nagelbombe explodiert, die der "Nationalsozialistische Untergrund" (NSU) gelegt haben soll. Viele Menschen wurden verletzt.

(dpa)
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