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Düsseldorf
Der deutsche Film entdeckt das Ruhrgebiet neu

Düsseldorf. 406 Film- und Fernsehproduktionen hat die Film- und Medienstiftung NRW im vergangenen Jahr gefördert für insgesamt 33,6 Millionen Euro. Darunter waren erfolgreiche Kinofilme wie "Er ist wieder da", "Frau Müller muss weg" und "Der Staat gegen Fritz Bauer". Allerdings musste die Stiftung aufgrund von Kürzungen ihrer Gesellschafter WDR und Land NRW mit drei Millionen Euro geringerem Budget haushalten. Man habe konzentrierter gefördert, sagt Petra Müller, Geschäftsführerin der Film- und Medienstiftung NRW, habe aber alle Aufgaben weiter erfüllen können.

So blickt die Stiftung auch auf ein starkes Drehjahr zurück. "Das Tagebuch der Anne Frank" mit Martina Gedeck, "Paula" mit Carla Juri und die Fernsehproduktion "Winnetou" mit Wotan Wilke Möhring wurden etwa in NRW-Studios gedreht. Außerdem bekamen zehn aufwendige TV-Formate Unterstützung, darunter das Serienprojekt "Babylon Berlin" von Tom Tykwer. Die Fördersummen reichten von 20.000 Euro etwa für einen Abschlussfilm an der Hochschule bis zu 1,5 Millionen Euro für die RTL-Verfilmung des Unglücks der Costa Concordia. Weil geförderte Produzenten ihre Budgets zum Teil in NRW ausgeben müssen, sorgten die 27,7 Millionen Euro für TV- und Kinoproduktionen für 65 Millionen Euro Investitionen in NRW.

73 Kinofilme hat die Stiftung mit auf den Weg gebracht, darunter "Junges Licht" von Adolf Winkelmann und "Radio Heimat" von Matthias Kutschmann nach Kurzgeschichten des Bochumer Autors Frank Goosen. Damit melde sich das Ruhrgebiet als Dreh- und Spielort im deutschen Film zurück, sagte die Förder-Leiterin der Stiftung, Christina Bentlage.

(dok)
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