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Frankfurt
E-Books legen etwas zu und werden preiswerter

Frankfurt. Seitdem die einst erfolgsverwöhnte Buchbranche vor ein paar Jahren zu wachsen aufgehört und kontinuierlich zu schrumpfen begonnen hat, werden in stagnierenden Entwicklungen schon hoffnungsfrohe Zeichen gesehen. Also sprach Börsenvereins-Vorsteher Heinrich Riethmüller davon, dass es der Branche gutgehe, gleichwohl der Gesamtumsatz diesmal um 1,4 Prozent auf nunmehr 9,19 Milliarden Euro gesunken ist.

Kein gutes Zeichen ist es zudem, dass trotz steigender Kosten der Durchschnittspreis für ein Buch gefallen ist - von 14,74 auf 14,59 Euro. Zugegeben, das sind zwar nur Bewegungen im zweistelligen Cent-Bereich; doch ist das ein wichtiger Indikator für die offenkundig dezent schwindende Käufer-Akzeptanz. Das berührt übrigens auch E-Books, die 2015 durchschnittlich um 26 Cent preiswerter waren als im Vorjahr. Noch eklatanter ist der Vergleich in einem größeren Zeitraum: Noch vor sechs Jahren zahlten die Käufer vier Euro mehr pro E-Book. Die jetzige Entwicklung führt darum unterm Strich zu der eigenartigen Entwicklung, dass die Stückzahl verkaufter E-Books um neun Prozent zulegen konnte, der Umsatz aber nur gering steigt.

Die digitale Goldgräberstimmung von einst ist deutlich nüchterner geworden. Mit einem Anteil von 4,5 Prozent am Gesamtumsatz sind E-Books zweifelsohne eine feste Größe. Mehr aber auch nicht. Und stagnierende Märkte im Ausland lassen Experten erwarten, dass in Deutschland ein zweistelliger Umsatzanteil für E-Books möglicherweise nie erreicht wird.

(los)
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