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Neu im Kino
103 Minuten Hochspannung: "10 Cloverfield Lane"

"10 Cloverfield Lane" von J.J. Abrams bietet Hochspannung
Michelle (Mary Elizabeth Winstead) wird von Howard (John Goodman) im Keller festgehalten. FOTO: ap
Düsseldorf. "10 Cloverfield Lane" erinnert anfangs an "Psycho", nutzt aber den Duschvorhang zum Schutz vor der atomaren Apokalypse: Des Überfliegers J.J. Abrams neueste Produktion ist sofort hochspannend. Von Günter H. Jekubzik

Michelle (Mary Elizabeth Winstead) verlässt ihren Freund und die Stadt, das reicht vielen Filmen als Drama. Nach einem Autounfall wacht sie jedoch angekettet in einem Keller auf. Der Hausherr Howard (John Goodman) vermittelt kompliziert, dass draußen kein Leben mehr möglich sei. Atomare oder chemische Katastrophe, vielleicht auch was mit Außerirdischen. Michelle könne froh sein, bei ihm untergekommen zu sein. Bei ihm und dem einfältigen Emmett (John Gallagher jr.), der beim Bau des hermetisch abgeschlossenen Bunkers ohne Fenster und Telefon half.

Michelle weigert sich, die Geschichte des Spinners zu glauben. Kleine Fluchtversuche scheitern kläglich und dann gewährt Howard einen Blick nach draußen auf seine grausig verätzten Schweine. Doch es bleiben Zweifel.

Am Ende wartet eine unfassbare Pointe

Im Alien-Film "Cloverfield" zeigte J.J. Abrams ("Star Wars: Das Erwachen der Macht", "Star Trek Into Darkness", "Super 8", "Cloverfield") als Regisseur die außerirdischen Monster so gut wie nicht, dafür deren Invasion aus der Perspektive verwackelter Handkameras. Nun folgt mit "10 Cloverfield Lane" eine unabhängige Geschichte, die Abrams produzierte und der Neuling Dan Trachtenberg sehr sicher inszenierte. Nach einem klassischen Auftakt treibt die Spannung energisch weiter, unterscheidet sich durch mutige Wendungen (Buch: Josh Campbell, Matthew Stuecken, Damien Chazelle) von Fließband-Produktionen verwandter Genres.

Psycho- und Gesellschaftsspiele wechseln einander ab. Die flotte Folge von Überraschungen endet mit einer unfassbaren Pointe, ganz im Stil von M. Night Shyamalan bei "The Sixth Sense", "Signs - Zeichen" oder "The Village". Auch dieser mehrfache Trugschluss wird wieder für Diskussionen sorgen, die Hochspannung im Film vorher lässt sich jedoch nicht wegdiskutieren.

10 Cloverfield Lane, USA 2016 - Regie: Dan Trachtenberg, mit John Goodman, Mary Elizabeth Winstead, 103 Min.

Quelle: RP
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