Wiesbaden (rpo). Viel Wirbel wurde in den vergangenen Tagen um den türkischen Film "Tal der Wölfe" gemacht, den einige Politiker als antiamerikanisch getadelt und seine Absetzung aus den deutschen Kinos gefordert hatte. Am Freitag wurde nun die Entscheidung über eine Heraufsetzung der Altersgrenze vertagt. Das schlechte Wetter sorgte dafür, dass einige Teilnehmer des Ausschusses nicht zu der Sitzung kommen konnten.
Bald nicht mehr frei ab 16? - Das Filmplakat von "Tal der Wölfe". Foto: maxximumfilm.com
Die Sitzung des Appellationsausschusses der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) wurde am Freitag in Wiesbaden abgebrochen. Ein Nachholtermin werde Anfang nächster Woche festgelegt.
Der nordrhein-westfälische Familien- und Integrationsminister Armin Laschet (CDU) hatte den Antrag auf Heraufsetzung der Altersfreigabe auf 18 Jahre damit begründet, dass Jugendliche den "sozial desorientierenden" Film nicht sehen sollten. Dieser könne auch dazu beitragen, den Konflikt zwischen Religionen durch Feindbilder zu schüren. Eine Heraufsetzung der Altersfreigabe hatte auch Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) gefordert.
Dem Actionfilm, in dem ein türkischer Geheimdienstheld im Irak gegen Amerikaner kämpft, wird von mehreren Seiten eine extrem einseitige antiamerikanische Darstellung des Irak-Kriegs vorgeworfen. Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) hatte für die Absetzung des Films plädiert.
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Quelle: ap