Berlin (rpo). US-Kultregisseur Jim Jarmusch ("Night on Earth", "Down by Law") hat in Berlin seinen neuen Film "Broken Flowers" vorgestellt. Der normale Kinofan muss sich noch gedulden: Der Film kommt am 8. September in die deutschen Kinos.
Jim Jarmusch gilt als Kult-Regisseur. Foto: ddp
Der Film wurde im Kino International in der Karl-Marx-Allee Berlin-Mitte erstmals öffentlich in Deutschland gezeigt, wie eine Sprecherin des Verleihs sagte. Jarmusch stellte sich auch den Fragen der etwa 800 Besucher.
"Broken Flowers" war bei den diesjährigen Filmfestspielen in Cannes mit dem "Großen Preis der Jury" ausgezeichnet worden. In der Komödie gibt Bill Murray den ewigen Junggesellen Don Johnston, der in einem anonymen Brief von einer Ex-Geliebten erfährt, dass er einen 19-jährigen Sohn hat. Auf Anregung seines besten Freundes, der ein begeisterter Hobby-Detektiv ist, besucht er unangemeldet die verschiedenen Frauen (Sharon Stone, Frances Conroy, Jessica Lange und Tilda Swinton) aus seinem Leben. Bald sieht er sich nicht nur mit der Vergangenheit, sondern auch mit seiner eigenen Zukunft konfrontiert.
Jarmusch hob hervor, er habe mit dem Film ein Porträt eines Manns zeichnen wollen, "der sich nach etwas sehnt, aber nicht weiß, was es ist". Auch solle der Streifen eine "Art Landkarte Amerikas" sein. Der 52-Jährige fügte hinzu, dass der Streifen ein sehr unkonventioneller, aber kein persönlicher Film sei. Zugleich äußerte sich der Regisseur begeistert über Berlin. Er habe 1987 mehrere Monate in der Stadt verbracht, und er möge "ihren Geist" - besonders bei Nacht.
Quelle: afp