Hollywood-Actionthriller "Wanted": Angelina Jolie lässt es krachen
zuletzt aktualisiert: 02.09.2008 - 12:47Frankfurt/Main (RPO). Was man in letzter Zeit von Angelina Jolie zu hören bekam, gehörte eher in die Abteilung Baby, Brad, Südfrankreich. Auch spannend, aber berühmt wurde sie mit etwas anderem: Action. Und genau da ist sie jetzt wieder angekommen. In ihrem neuen Streifen "Wanted" lässt es Frau Jolie endlich mal wieder so richtig krachen.
Die ersten Szenen des am 4. September in die Kinos kommenden Films "Wanted" lassen keinen Zweifel: Der schmächtige 25-jährige Büroangestellte Wesley ist zwar sympathisch, aber der geborene Verlierertyp. Das weiß er selbst und ist unzufrieden mit seinem Job, seiner Beziehung zur untreuen Freundin und seinem Leben überhaupt. Aber um solch triste Geschichten zu erzählen, werden in Hollywood keine 75 Millionen Dollar ausgegeben. Schon bald kommt folglich die große dramatische Wende im Leben von Wesley.
Denn plötzlich spricht ihn beim Einkaufen eine aufregend schöne Frau an, die sich Fox nennt. Sie erklärt dem verblüfften jungen Mann, er sei der Sohn eines legendären Killers, der am Vortag seinerseits ermordet worden sei. Wesley hat das noch nicht einmal halbwegs verstanden, als auch schon eine wilde Schießerei losbricht, die er nur dank der Hilfe von Fox überlebt.
Sie bringt den völlig verwirrten Wesley in das Hauptquartier eines Geheimbundes. Dort will man mit brutalen Methoden seine vom Vater geerbten, bislang aber unerkannt schlummernden außergewöhnlichen Fähigkeiten wecken und schulen.
Einen Killer formen
Denn aus dem braven Versicherungsangestellten ohne rechte Perspektive soll ein Killer geformt werden, der den Tod des Vaters zu rächen vermag und zugleich den ärgsten Feind des Geheimbundes, den eiskalten Killer Cross, aus dem Weg räumt.
Ob Wesley das schafft und wessen Sohn er wirklich ist, erzählt auf rasante, blutige und spannende Weise der erste amerikanische Film des kasachisch-russischen Regisseurs Timur Bekmambetow. Das ist der Mann, der mit den beiden russischen Produktionen "Wächter des Tages" und "Wächter der Nacht" nicht nur in Russland größten kommerziellen Erfolg hatte, sondern auch in spektakulärer Weise international auf sich aufmerksam machte.
Pure Action mit glaubwürdigem Helden
Hollywood lässt sich solche Talente nicht entgehen und hat Bekmambetow nicht nur einen riesigen Etat zur Verfügung gestellt, sondern mit Angelina Jolie und Morgan Freeman auch zwei Stars der Spitzenklasse. Was aber bei "Wanted" noch entscheidender ist: Mit dem schmächtigen Schotten James McAvoy, der in dem britischen Melodram "Abbitte" groß herauskam, verfügt der Regisseur aus dem Osten über einen in jeder Beziehung glaubwürdigen Darsteller in der Rolle des Wesley. Mit ihm kann sich das überwiegend junge Publikum solcher Filme bestens identifizieren.
"Wanted" hat eine alles andere als logisch nachvollziehbare Handlung mit mystifizierenden Elementen und einem überraschenden Knalleffekt am Ende. Der meist in den USA arbeitende deutsche Schauspieler Thomas Kretschmann als Killer Cross spielt dabei eine Schlüsselrolle. In dieser muss Kretschmann nur ganz wenig sprechen, aber immer finster entschlossen blicken und handeln. Angelina Jolie, von der sich gewiss noch mehr Männer auf der Welt gerne retten ließen, tritt tätowiert, durchtrainiert und mit laszivem Schleierblick auf.
Über die darstellerischen Fähigkeiten von Amerikas attraktiver Supermutter kann einmal mehr gestritten werden. Aber wer will bei so viel Rasanz, waghalsigen Stunts und durchaus originell choreographierten Schießereien das Augenmerk auch noch darauf richten. Denn der erste Hollywoodfilm von Timur Bekmambetow ist pure Action. Wem es nach dieser verlangt, wird mit "Wanted" hervorragend bedient.
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