Streik in den USA: Autoren droht der Jobverlust
zuletzt aktualisiert: 10.01.2008 - 07:23Los Angeles (RPO). Der ermüdende Streik der Drehbuchautoren in den USA könnte eine große Kündigungswelle nach sich ziehen. Das Studio Warner Brothers kündigte an, dass es in diesem Monat Entlassungen unter den 1000 Mitarbeitern geben werde. Das berichtet das Branchenblatt "Variety".
Da der Streik der Autorengewerkschaft WGA noch einige Zeit andauern dürfe, müssten die Kapazitäten wegen der fehlenden Auslastung mit Produktionen zurückgefahren werden, zitierte das Blatt aus einem Memo des Studios. Warner Brothers wollte den Bericht nicht kommentieren.
Mehr als 3000 Drehbuchautoren für Film und Fernsehen sind seit dem 5. November im Ausstand. Wegen des Streiks mussten mehrere Fernsehserien eingestellt und Filmprojekte auf Eis gelegt werden.
Auch die sonst glamouröse Verleihung der Golden Globes wurde abgesagt, stattdessen sollen die Preisträger am Sonntag auf einer einstündigen Pressekonferenz bekanntgegeben werden. Die WGA fordert für ihre 12.000 Mitglieder eine höhere Beteiligung an DVD-Tantiemen sowie an den Einnahmen bei neuen Medien wie Internet und Mobilfunk. Es ist der erste Autorenstreik seit fast 20 Jahren.
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