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Kinostart 2016
"Batman vs. Superman": Heftige Diskussionen um neuen Trailer

Batman vs. Superman: Neuer Trailer sorgt für heftige Diskussionen
Im Film "Batman vs. Superman" kämpfen die Helden gegen das "Doomsday"-Monster. FOTO: Screenshot / youtube.com / Warner Bros. Pictures
Düsseldorf. Ein neuer Trailer zu "Batman vs. Superman" sorgt im Internet unter den Fans für heftige Diskussionen. Die einen finden ihn episch, die anderen schlagen die Hände über dem Kopf zusammen. Von Ludwig Jovanovic

Im Hype um den neuen "Star Wars"-Film ist "Batman vs. Superman: Dawn of Justice" ein wenig untergegangen, der Ende März 2016 ins Kino kommt. Bis jetzt. Seit heute Morgen unserer Zeit gibt es einen neuen Trailer, der geruhsam beginnt: Eine Party der Reichen und Schönen von Gotham.

Kalter Krieg zwischen Batman und Superman

Superman (Henry Cavill) ist nach "Man of Steel" in sein ziviles Alter Ego als Clark Kent, Reporter des "Daily Planet", geschlüpft und nutzt die Gelegenheit, um mit dem "neuen" Bruce Wayne (Ben Affleck) zu reden. Das Wortgefecht zwischen den beiden ist ein einziger Kalter Krieg, bei dem es in beiden brodelt.

Kent spricht verächtlich von der Selbstjustiz der "Fledermaus" in Gotham. Wayne kontert damit, dass der "Daily Planet" jedes Mal, wenn der Außerirdische, sprich Superman, eine Katze rettet, sofort eine aufgeblasene Kolumne verfasst. "Wir haben genug von Freaks in einem Clown-Kostüm". Die Joker-Anspielung ist Waynes verbaler Haken, der sitzt.

Bis dahin macht der Trailer einen sehr guten Eindruck. Dann tritt Jesse Eisenberg als Lex Luthor auf. Völlig überdreht und voller triefender Scheinheiligkeit gibt er Kent den Tipp, sich nicht mit Bruce Wayne anzulegen. Das könnte witzig sein, wenn Eisenberg sich nicht alle Mühe geben würde, wie eine Joker-Karikatur aufzutreten.

"Batman versus Superman versus Zuckerberg"?

Wir haben verstanden: Lex Luthor soll fürs 21. Jahrhundert neu interpretiert werden - mit wallendem Haaren statt Glatze. Und mit dem Nimbus eines nerdigen Internet-Milliardärs, das durchaus als Anspielung auf den Facebook-Gründer Mark Zuckerberg verstanden werden kann. Einige Fans sprechen bereits von "Batman versus Superman versus Zuckerberg". Allerdings wirkt Eisenberg als Luthor im Trailer so kindisch und albern, dass man ihn kaum ernst nehmen kann. Die Hoffnung der Fans ist, dass man im Film auch eine andere Seite von ihm sieht.

Wir wissen es nicht, ob es so kommt, denn danach bricht der Trailer auseinander und er wird eine Ansammlung bombastischer Explosionen und Action-Exzesse, die Regisseur Zack Snyder noch gewaltiger inszeniert hat als im Vorgänger "Man of Steel". Man glaubt sofort, dass der Film auf dem besten Weg ist, der teuerste aller Zeiten zu werden – mit einem angeblichen Produktionsbudget von mehr als 410 Millionen US-Dollar.

Diese Filmduelle wollen wir auf der Leinwand sehen FOTO: ap

Leider verrät der Trailer zwischen der Action offenbar auch fast die gesamte Story des Films: Luthor scheint beständig Öl ins Feuer zu gießen, um Batman und Superman, der von einigen gottgleich verehrt wird, gegeneinander aufzubringen. Als es dann zum Showdown kommt, hört man Luthor sagen: ""Der Sohn von Krypton gegen die Fledermaus von Gotham – der größte Gladiatorenkampf aller Zeiten". Und so wird es auch im Trailer präsentiert.

"Doomsday" nimmt es mit Superman auf

Doch das reicht Luthor noch nicht: Er ist an die Leiche von General Zod gekommen, den Superman in ""Man of Steel" brutal getötet hat und der ebenfalls vom Planeten Krypton kommt. Mit seiner DNA erschafft er "Doomsday": ein Wesen, das es mit Superman aufnehmen kann. Leider ist Doomsday im Trailer nicht sehr überzeugend, sondern wirkt wie ein Troll aus der Herr-der-Ringe-Trilogie, der durch die falsche Studio-Tür gegangen ist.

Egal: Er ist Anlass für noch mehr Explosionen und Bombast-Szenen, aus denen Wonder Woman (Gal Gadot) hervortritt. Batman und Superman reden plötzlich wie alte Freunde. "Gehört sie zu dir?" – "Ich dachte zu dir?". Und dann treten alle drei gemeinsam gegen Doomsday an.

Das ist der neue Superman-Film "Man of Steel" FOTO: 2013 WARNER BROS. ENTERTAINMENT INC.

Echt jetzt? Wenn da im Film nicht mehr kommt, könnte er zu einem finanziellen Desaster werden. Schon jetzt ist die Fangemeinde im Internet zutiefst gespalten. Manche sind euphorisiert, andere dagegen entsetzt – und das ist kein gutes Zeichen. Da geht völlig unter, dass Ben Affleck als ein verbitterter, entschlossener Bruce Wayne eine ziemlich gute Figur macht.

Schauen Sie sich hier den kompletten Trailer an.

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