"Wunder von Bern" erhält zwei Auszeichnungen: "Bayerischer Filmpreis" für Sir Peter Ustinov
zuletzt aktualisiert: 16.01.2004 - 20:09München (rpo). Die Filme "Das Wunder von Bern" und "Lichter" haben je zwei Auszeichnungen beim "Bayerischen Filmpreis" erhalten. Der Star des Abends hieß aber Sir Peter Ustinov. Er bekam den undotierten Ehrenpreis für sein Lebenswerk.
Die Hauptgewinner des Bayerischen Filmpreises sind in diesem Jahr "Das Wunder von Bern" und "Lichter". Beide Filme konnten bei der 25. Verleihung der "Bayerischen Oscars" einen Doppelerfolg feiern. "Wunder von Bern"-Regisseur Sönke Wortmann erhielt den mit 20.000 Euro dotierten Regiepreis. Zudem wurde Schauspielerin Johanna Gastdorf als beste Nebendarstellerin für die Rolle der Mutter in der Verfilmung um die Fußball-WM 1954 geehrt. Der Film "Lichter" gewann den Produzenten- sowie den Drehbuchpreis.
Der Star des Abends hieß Sir Peter Ustinov. Der Schauspieler, Regisseur, Autor und UNICEF-Botschafter erhielt den undotierten Ehrenpreis für sein Lebenswerk. "Sir Peter Ustinov ist der Weltstar und Weltbürger par excellence", begründete Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) die Ehrung. Der Produzentenpreis und 200.000 Euro gingen an Jakob Claussen, Thomas Wöbke und Uli Putz für den Film "Lichter". Als beste Schauspieler erhielten Christian Ulmen für die Rolle des "Herrn Lehmann" in dem gleichnamigen Film und Johanna Wokalek für die Rolle der Lene in dem Film "Hierankl" die Darstellerpreise und jeweils 10 000 Euro. Das beste Drehbuch schrieben aus Sicht der Jury Hans-Christian Schmid und Michael Gutmann zu dem Film "Lichter". Die Autoren konnten sich über 10 000 Euro freuen.
Der Kameramann Franz Rath erhielt für seine Kameraführung in dem Film "Rosenstraße" den Kamerapreis und 10.000 Euro. Ulrich Limmer wurde mit dem mit 10 000 Euro dotierten Kinderfilmpreis für "Sams in Gefahr" ausgezeichnet. Prämiert wurden Luigi Falorni und Byambasuren Davaa mit dem Dokumentarfilmpreis für den Film "Die Geschichte vom weinenden Kamel". Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Der mit ebenfalls 10.000 Euro dotierte Preis für das Produktions-Design erhielt der Filmarchitekt Rolf Zehetbauer für den Film "Luther".
Der vom Bayerischen Rundfunk in Zusammenarbeit mit der Filmzeitschrift "Treffpunkt Kino" ermittelte und zum dritten Mal vergebenen Publikumspreis ging an den Film "Good bye, Lenin". Zur Wahl standen neben der Komödie von Filmemacher Wolfgang Becker "Das fliegende Klassenzimmer", "Das Wunder von Bern", "Luther" und "Werner - Gekotzt wird später!".
Neben den staatlich dotierten Preisen vergab die Verwertungsgesellschaft für Nutzungsrechte an Filmrechten (VGF) zum zehnten Mal den mit 60 000 Euro dotierten Preis an einen Nachwuchsproduzenten: Der Preis ging an Ewa Karlström und Andreas Ulmke-Smeaton für den Kinofilm "Die wilden Kerle".
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