Florian Henckel von Donnersmarck: Bayerischer Verdienstorden besser als Oscar
zuletzt aktualisiert: 03.09.2007 - 14:07München (RPO). Ein halbes Jahr nach seinem Triumph bei der Oscar-Verleihung ist Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck in München mit dem Bayerischen Verdienstorden geehrt worden. Der 34-Jährige nahm die Auszeichnung aus den Händen des scheidenden Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU) entgegen.
"Als ich gehört habe, dass ich diesen Orden bekomme, habe ich mich ganz ehrlich fast mehr gefreut als über den Oscar", sagte Henckel von Donnersmarck. Er fügte hinzu: "Dass ich von diesem Land, das ich so liebe und das so wichtig war für meine Entwicklung, als Filmemacher so ausgezeichnet werde, hat mir wirklich viel bedeutet."
Henckel von Donnersmarck, dessen Stasi-Drama "Das Leben der Anderen" im Februar mit dem Oscar als bester ausländischer Film geehrt worden war, ist Absolvent der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film. Im Juli hatte er an der eigentlichen Verleihung der Verdienstorden nicht hatte teilnehmen können.
An fünf Personen aus Politik, Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft überreichte Stoiber zudem den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Darunter war die Münchner Künstleragentin Erna Baumbauer. Sie hatte "Das Leben der Anderen" maßgeblich mit auf den Weg gebracht.
"Vielleicht müsste ich meinen Orden Frau Baumbauer widmen", sagte Henckel von Donnersmarck. Abgemacht sei bereits, dass er auch sein nächstes Projekt mit ihr absprechen werde. Er plane, "einen Film auf Englisch zu drehen", bei dem er das Drehbuch wieder selbst verfasst. Näheres stehe noch nicht fest.
Seinen Orden will der Regisseur auch in seiner neuen Wahlheimat voller Stolz präsentieren. "Die Leute werden sich zwar wundern, dass ich in Los Angeles mit einem blauen Malteserkreuz durch die Gegend laufe, aber ich werde es tun", sagte er.
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