Themenschwerpunkte Lateinamerika und Südafrika: Berlinale: Hollywood gibt sich die Ehre
zuletzt aktualisiert: 26.01.2004 - 16:08Berlin (rpo). Die Berlinale mausert sich: Auch bei der diesjährigen Ausgabe des Berliner Film-Festivals geben sich Kino-Stars aus Europa und Holywood die Klinke in die Hand. Neben anderen internationalen Größen haben sich Nicole Kidman und Jack Nicholson angekündigt.
Erwartet werden zudem Nick Nolte, Juliette Binoche, Jude Law, Julie Delpy, Cate Blanchett, Bud Spencer und Ken Loach, wie Festival-Chef Dieter Kosslick am Montag in Berlin ankündigte. Die 54. Internationalen Filmfestspiele in Berlin starten am 5. Februar und enden am 15. Februar.
Im Wettbewerb konkurrieren um den Goldenen und die Silbernen Bären insgesamt 23 Filme, darunter 18 Weltpremieren. Drei Filme werden außer Konkurrenz gezeigt. Aus Deutschland sind dieses Mal mit Romuald Karmakars "Die Nacht singt ihre Lieder" und Fatih Akins "Gegen die Wand" nur zwei Produktionen dabei. Im letzten Jahr waren es noch drei, unter anderem Wolfgang Beckers Kassenschlager "Good bye, Lenin!". Insgesamt werden in allen Sektionen 58 deutsche Filme gezeigt.
Außereuropäischer Themenschwerpunkt
Themenschwerpunkte sind Südafrika und Lateinamerika. In Südafrika jähre sich das Ende der Apartheid zum zehnten Mal, sagte Kosslick. Die unterschiedlichen Sektionen der Berlinale würdigten dieses wichtige Jubiläum mit einer Vielzahl südafrikanischer Filmdokumente. So startet im Wettbewerb "Country of my Skull" von Regisseur John Boorman, der in dem Film mit Juliette Binoche und Samuel L. Jackson das politische Südafrika thematisiert. Zum anderen solle mit mutigen Filmen der Zustand der lateinamerikanischen Welt gezeigt werden.
Den Vorsitz der internationalen Jury hat die amerikanische Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin Frances McDormand. Aus Deutschland sitzt der Produzent Peter Rommel in dem siebenköpfigen Gremium.
Der argentinische Filmemacher Fernando Solanas soll den goldenen Ehrenbären für sein Lebenswerk erhalten. Die Retrospektive ist einer Epoche der amerikanischen Filmgeschichte gewidmet und trägt den Titel: "New Hollywood 1967 - 1976".
Gesellschaftlicher Höhepunkt wird am 9. Februar die Gala "Cinema for Peace" werden. Gastgeber sollen Liza Minelli, Sir Peter Ustinov und Christopher Lee sein. Der Erlös der Gala kommt dem Kinderhilfswerk UNICEF zugute.
520 Nachwuchs-Filmemacher beim Talent-Campus
Zum zweiten Mal findet während der Berlinale der so genannte Talent-Campus statt. 520 Nachwuchs-Filmemachern aus 84 Ländern werden Work-Shops, Diskussionen und Fallstudien unter Leitung von Profis geboten.
Eröffnet wird die Berlinale am 5. Februar mit dem heißen Oscar-Kandidaten und außer Konkurrenz laufenden Bürgerkriegsepos "Cold Mountain", in dem unter anderem Kidman, Jude Law und Renée Zellweger zu sehen sein werden. Zum Abschluss soll nach der Preisverleihung am 14. Februar in einer Gala die französische Produktion "25 Grad im Winter" gezeigt werden. Der 15. Februar ist dann als Publikumstag der Öffentlichkeit gewidmet.
Mit der Berlinale-Kamera für ihre Verdienste um den deutschen Film werden die Film-Produzentin Regina Ziegler, der Musiker Willy Sommerfeld, die Fotografin Erika Rabau und der Chef der Filmförderungsanstalt, Rolf Bähr, ausgezeichnet.
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