Das Rennen um den Goldenen Bären: Berlinale mit Schwerpunkten Sex und Afrika
zuletzt aktualisiert: 17.01.2005 - 13:52Berlin (rpo). Die diesjährige Berlinale stellt die beiden Themen Afrika und Sexualität in ihren Mittelpunkt. "2005 zeigt sich, dass der afrikanische Kontinent auf der Filmlandkarte stark vertreten ist", so Berlinale-Direktor Dieter Kosslick. Ein anderes Thema, dass sich nicht nur durch das Wettbewerbsprogramm, sondern auch durch die anderen Sektionen ziehe, sei die Sexualität.
Die 55. Internationalen Filmfestspiele in Berlin dauern vom 10. bis zum 20. Februar. Kosslick kündigte an, die Berlinale wolle den von der Flutkatastrophe betroffenen Ländern in Asien und den Opfern helfen. "Selbstverständlich möchten wir, dass das Festival sich engagiert", sagte er. Geprüft werde im Moment, mit welcher Aktion das umgesetzt werden könne, "ob wir zum Beispiel irgendwo eine Patenschaft übernehmen können".
Gleich drei deutsche Filme und damit einer mehr als im vergangenen Jahr - gehen in das Rennen um den Goldenen Bären, sagte Kosslick. Hannes Stöhr ist mit der Komödie "One day in Europe" dabei, Christian Petzolds neuer Film trägt den Titel "Gespenster". "Sophie Scholl Die letzten Tage" von Marc Rothemund porträtiert die Widerstandskämpferin der Weißen Rose. Insgesamt würden in den verschiedenen Reihen der Berlinale wieder über 50 deutsche Filme gezeigt, sagte der Berlinale-Chef.
Aus Afrika seien gleich vier Filme im Wettbewerb vertreten, kündigte Kosslick an. Unter anderem werde in "Hotel Rwanda" der grausame Völkermord in Ruanda von vor zehn Jahren dargestellt. Um das Thema Sexualität gehe es unter anderem im Abschlussfilm "Kinsey". Gezeigt werde die repressive Sexualmoral in den 50er Jahren in den USA. Für Glanz und Glamour sollen Stars wie Will Smith und Joseph Fiennes sorgen. Darüber hinaus werden Kristin Scott Thomas, Hugh Bonneville und Iain Glenn erwartet.
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