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Berlinale 2016
Nur ein deutscher Film mit Hoffnungen auf Goldenen Bären

Berlinale 2016: Nur ein deutscher Film mit Hoffnung auf Goldenen Bären
Der deutsche Film "24 Wochen" ist 2016 der einzige Streifen mit Bären-Hoffnungen. FOTO: dpa, kde
Berlin. Einen knappen Monat vor dem Beginn der 66. Berlinale steht das Programm fest. Das Star-Aufgebot wird wieder hoch sein. Allerdings geht nur ein deutscher Film ins Rennen um den Goldenen Bären.

In den offiziellen Wettbewerb schaffte es "24 Wochen" von Anne Zohra Berrached ("Zwei Mütter"), wie die Internationalen Filmfestspiele Berlin (11. bis 21. Februar) am Mittwoch mitteilten. Julia Jentsch ("Effi Briest") spielt in dem Drama eine im 6. Monat schwangere Kabarettistin. Als sie und ihr Mann (Bjarne Mädel/"Mord mit Aussicht") erfahren, dass das ungeborene Kind das Down-Syndrom und einen schweren Herzfehler hat, denkt das Paar über eine Abtreibung nach.

Insgesamt 18 Filme unter anderem von Regisseuren aus China, Frankreich, dem Iran, den USA, Tunesien, Dänemark und Großbritannien starten im Bären-Wettbewerb. Neben dem unter deutscher Regie entstandenen Film "24 Wochen" gibt es einige deutsche Koproduktionen. Dazu gehört auch die Fallada-Verfilmung "Alone in Berlin" (dt. Titel "Jeder stirbt für sich allein") des Schweizers Vincent Perez, in dem die Stars Daniel Brühl, Emma Thompson und Brendan Gleeson zu sehen sind. Auch "Soy Nero", der neue Film des aus dem Iran stammenden Filmemachers Rafi Pitts ("Zeit des Zorns"), entstand mit deutscher Beteiligung.

Fotos: Das sind die Gewinner der Berlinale 2015 FOTO: dpa, bsc

Aus dem Iran geht noch ein zweiter Film an den Start:  "Ejhdeha Vared Mishavad!" (engl. Titel "A Dragon Arrives!") von Mani Haghighi. Im vergangenen Jahr hatte der regimekritische iranische Regisseur Jafar Panahi mit "Taxi Teheran" den Goldenen Bären gewonnen. Er konnte die Auszeichnung aber nicht persönlich entgegennehmen, weil er nicht ausreisen durfte.

Filme mit Star-Potential zeigt das Festival dieses Mal vor allem außer Konkurrenz und in Nebenreihen. Die amerikanischen Regiebrüder Joel und Ethan Coen zeigen zur Festivaleröffnung außer Konkurrenz ihr neues Werk "Hail, Caesar!" - mit Hollywoodgrößen wie George Clooney, Josh Brolin, Ralph Fiennes und Scarlett Johansson in den Hauptrollen. Auch Spike Lees Film "Chi-Raq", für den der US-Regisseur Schauspieler wie Wesley Snipes, Jennifer Hudson, John Cusack und Samuel L. Jackson vor der Kamera versammelte, ist nicht im Bären-Wettbewerb.

Kinostarts der Woche FOTO: dpa, skm

Ebenso außer Konkurrenz wird "Genius" von Michael Grandage (Großbritannien) mit Colin Firth, Jude Law und Nicole Kidman gezeigt. Der französische Schauspielstar Gérard Depardieu ist in "Dans les bois" von Guillaume Nicloux (Forum Reihe) und "Saint Amour" (außer Konkurrenz) zu sehen. Die deutsche Filmemacherin Doris Dörrie zeigt ihren neuen Film "Grüße aus Fukushima" in der Reihe Panorama Special. Dort läuft auch Michael Moores Satire-Doku "Where To Invade Next".

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(hebu/dpa)
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