"Shooting Stars 2011": Berlinale kürt die Stars von Morgen
VON INGA WIENAND - zuletzt aktualisiert: 15.02.2011 - 16:32Berlin (RPO). Blitzlichtgewitter und Medienrummel umgab zehn junge, hübsche und glamourös gekleidete Schauspieler auf dem roten Teppich der Berlinale. Die Nachwuchstalente aus verschiedenen europäischen Ländern wurden als "Shooting Stars 2011" gekürt. Der Auftritt war vielversprechend, alle ließen großes Potential aufblitzen.
Die zehn Jungschauspieler aus aktuellen europäischen Filmproduktionen könnten die großen Stars von Morgen sein. Bei ihrem Auftritt auf der Berlinale gaben sie jedenfalls ein professionelles Bild ab. Die sechs Damen posierten in eleganten Abendroben für die zahlreichen Fotografen und auch die vier männlichen Kandidaten konnten sich sehen lassen.
Einer von Ihnen ist der Deutsche Alexander Fehling, den wir zuletzt in der Hauptrolle des Kinofilms „Goethe!“ zu sehen bekamen. Dort bewies er großes schauspielerisches Talent, auch wenn die Kritiker vom Film selbst nicht so begeistert waren.
Ab März werden wir den 29-Jährigen im RAF-Drama „Wer, wenn nicht Wir“ in der Rolle Andreas Baaders bewundern können. Medienberichten zu Folge schätzt die Jury besonders sein „Crossover“-Potential. Er soll das Talent haben, verschiedenste Rollen spielen zu können. Sein Filmdebut hatte Alexander Fehling in „ Am Ende kommen die Touristen“, ein Drama in dem er einen 19-Jährigen Zivildienstleistenden in Auschwitz spielte.
Aber nicht nur Fehling ist schon Teil einiger bekannter Kinofilme gewesen. Seine britische Kollegin Andrea Riseborough zum Beispiel überzeugte bereits 2007 in der Komödie „Happy-Go-Lucky“ und ist vor kurzem wieder in „We Want Sex“ auf den großen Leinwänden zu sehen gewesen. Sie spielt auch im Krimi „Brighton Rock“ mit, der demnächst in die deutschen Kinos kommt. Die Jury lobt vor allem ihr Talent, sich voll und ganz in ihre Rollen hineinzuversetzen.
Der Ire Domhnall Gleeson ist einigen schon aus dem letzten Teil der Harry-Potter-Saga bekannt. In „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes“ spielt er Bill, den ältesten der Weasley-Geschwister. Sein Vater ist ebenfalls Schauspieler, doch trotzdem beweist das Nachwuchstalent Individualität. Er ist als Theaterschauspieler am Broadway bekannt geworden und ist auch im Berlinale-Eröffnungsfilm „True Gift“ zu sehen.
Auch die restlichen Preisträger haben den Titel „Shooting Star 2011“ verdient. Die 22-jährige mazedonische Schönheit Natasha Petrovic wird laut Medienberichten schon mit der jungen Ingrid Bergmann verglichen und der Albaner Nik Xhelilaj bewies enormen Ehrgeiz, als er für den deutsch-albanischen Film „Der Albaner“ extra Deutsch lernte.
Die niederländische Kandidatin Sylvia Hoeks legte auf dem roten Teppich einen gekonnten Auftritt hin. Als ehemaliges Model ist sie Medienrummel gewöhnt und auch als Schauspielerin konnte sie im Drama „Tirza“ überzeugen.
Pilou Asbaek ist in Dänemark schon als Serienstar in „The Government“ bekannt und ausgezeichnet worden und eroberte 2010 in „Eine Familie“ auch die Spielfilmwelt. Alicia Vikanda aus Schweden ist ebenfalls schon in ihrem Heimatland ausgezeichnet worden und die Spanierin Clara Lago ist mit 21 Jahren die jüngste der neuen Shooting Stars.
Sie zeigt sich in „For the Good of Others“, einem spanischen Thriller, mit gewagter Frisur. Zu guter Letzt bleibt noch die Kroatin Maria Saricic. Filme wie „Mother of Asphalt“, die von Kritikern hoch gelobt wurden, verhalfen ihr zu ihrer Auszeichnung am Montag.
Ob die „Shooting Stars 2011“ tatsächlich die großen Stars der Zukunft werden, wird sich zeigen. Klar ist jedenfalls, dass jeder der zehn Preisträger auf seine persönliche Art derzeit den Ehrgeiz eines richtigen Stars beweist. Eine verdiente Auszeichnung für die diesjährigen Sternschnuppen.
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