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Berlinale
Schauspieler Daniel Brühl warnt vor Rechtsruck in Europa

Daniel Brühl Berlinale: Schauspieler warnt vor Rechtsruck in Europa
Daniel Brühl am 15. Februar bei der Berlinale 2016. FOTO: ap
Berlin. Der Schauspieler Daniel Brühl (37) hat am Montag bei der Berlinale vor einem Rechtsruck gewarnt. Leider gebe es derzeit in Europa und gerade in Deutschland eine Bewegung zur politischen Rechten. Er stellte das Drama "Jeder stirbt für sich allein" vor.

"Wir müssen vorsichtig sein, dass wir uns von rassistischen und faschistischen Ideen nicht vergiften lassen. (...) Diese Krankheit ist noch nicht ausgerottet."

"Jeder stirbt für sich allein" basiert auf einer Novelle von Hans Fallada und erzählt vom Widerstand eines deutschen Paares in Berlin gegen die Nationalsozialisten. Emma Thompson und Brendan Gleeson spielen diese Eltern, die ihren Sohn im Krieg verloren haben. Brühl stellt einen Polizisten dar, der die Widerständler sucht. Der Film des in der Schweiz geborenen Regisseurs Vincent Perez läuft im Wettbewerb der Berlinale.

Auch Thompson (56) sah Parallelen zwischen dem Werk und der Gegenwart in Europa. "Dieser Film handelt vom Mutigsein", sagte sie. "Dieses Gefühl, dass Menschen denjenigen den Rücken zudrehen, die Hilfe brauchen, ist derzeit sehr präsent."

Die Britin betonte, sie fühle sich als Europäerin - und deswegen wolle sie auch dafür stimmen, dass Großbritannien in der Europäischen Union bleibe. Es sei verrückt, das nicht zu tun. "Wir sollten Grenzen abbauen, nicht aufbauen."

Diese Stars besuchten die NRW-Filmstiftung auf der Berlinale FOTO: Holger Lodahl
(dpa)
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