Erste Preise auf Berlinale vergeben: Goldener Ehrenbär für Wolfgang Kohlhaase
zuletzt aktualisiert: 17.02.2010 - 16:58Berlin (RPO). Die ersten Bären sind vergeben: Am fünften Tag der Berlinale sind Kurzfilme ausgezeichnet worden. Am Mittwochabend soll der Regisseur Wolfgang Kohlhaase mit dem Goldenen Ehrenbären für sein Lebenswerk ausgezeichnet werden.
Den Goldenen Bären erhielt der schwedische Film "Händelse Vid Bank" ("Zwischenfall vor einer Bank") von Ruben Östlund, der einen gescheiterten Banküberfall zum Thema hat, wie das Filmfestival mitteilte. Den Silbernen Bären bekam der israelische Film "Hayerida" ("Der Abstieg") von Shai Miedzinski. Er beschreibt die Suche einer Familie nach einem Grabstein für den gestorbenen Sohn in der Wüste.
Das Stipendium des DAAD Künstlerprogramms ging an Adrian Sitaru aus Rumänien für den Film "Coliti" ("Der Käfig"), eine Vater-Sohn-Geschichte, die sich um eine gefundene Taube entspinnt. Die Nominierung für den besten europäischen Kurzfilm erhielt die belgische Regisseurin Natalie Teirlinck für ihren Film "Venus vs. Me", einem experimentellen Film, der Kindheitserinnerungen mit Hilfe einer komplizierten Montagetechnik erzählt.
Die Laudatio auf Regisseur Wolfgang Kohlhaase im Kino International sollte Regisseur Andreas Dresen halten. Danach stand der Film "Der Aufenthalt" von Kohlhaase auf dem Programm. Einen zweiten Goldenen Ehrenbären erhält Hanna Schygulla am Donnerstagabend. "Hanna Schygulla und Wolfgang Kohlhaase stehen beide gleichermaßen für Erneuerung und Aufbruch – im Westen und im Osten Deutschlands", kommentierte Berlinale-Direktor Dieter Kosslick die Ehrungen. Aus Anlass ihres 60. Jubiläums vergibt die Berlinale erstmals zwei Ehrenbären.
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