"Schlechtester Regisseur": Uwe Boll kündigt Anzeige gegen Berlinale an
zuletzt aktualisiert: 10.02.2011 - 11:29Berlin (RPO). Der Regisseur Uwe Boll hat Berlinale-Chef Dieter Kosslick eine Strafanzeige wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten beim Filmfest angekündigt. Dabei gehe es um die Anmeldegebühr für Filme und möglicherweise um Millionenbeträge, sagte Boll.
Dies berichtet das Nachrichtenportal "Welt Online". Ein Sprecher Bolls bestätigte auf dapd-Anfrage am Donnerstag das Vorhaben des Regisseurs. Details werde Boll am Sonntag auf einer Pressekonferenz im Berliner Kino Babylon nennen.
Eine Anmeldegebühr wird den Angaben zufolge für jeden Film fällig, der an der Berlinale teilnehmen will. Auch Boll hatte seinen Film "Auschwitz" angemeldet. Sein Beitrag über den Massenmord im Konzentrationslager wurde jedoch abgelehnt.
Boll vermutet laut "Welt Online" auch persönliche Gründe hinter der Ablehnung. Seiner Ansicht nach schildert sein Film als erster die Wirklichkeit im Konzentrationslager. Die meisten Filme zum Thema Holocaust konzentrierten sich auf individuelle Schicksale. "Ich zeige die Regel, den Arbeitsalltag, Töten als Arbeit", sagte Boll.
Boll, bekannt durch seinen Film "Max Schmeling", gilt als Skandalregisseur und wurde oft als schlechtester Filmemacher der Welt geschmäht. Im Jahr 2009 gewann Boll die Goldene Himbeere als "Schlechtester Regisseur". Bekannt ist er auch für seine Videospiel-Adaptionen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum






