Star bei "Ocean's Twelve"-Premiere in Berlin: Brad Pitt tritt zu oft in Fettnäpfchen
zuletzt aktualisiert: 15.12.2004 - 15:59Berlin (rpo). Hollywoodstar Brad Pitt sieht sich nicht als politischer Botschafter seines Landes. "Ich trete viel zu oft und gerne in Fettnäpfchen, um politisch aktiv zu sein oder mich politisch zu äußern", sagte der 40-Jährige am Mittwoch in Berlin bei der Deutschlandpremiere des Gangsterfilms "Ocean's Twelve", der am Donnerstag in den Kinos startet. Deswegen sei er in der Politik nicht gut aufgehoben. Für menschliche Werte allerdings setze er sich ein.
Pitt spielt eine Hauptrolle in der Fortsetzung des Publikumserfolgs "Ocean's Eleven", der vor knapp drei Jahren für Furore sorgte. Wie damals sind weitere Stars wie George Clooney, Matt Damon, Andy Garcia und Julia Roberts dabei. Darüber hinaus mischen dieses Mal die Waliserin Catherine Zeta-Jones und der Franzose Vincent Cassel mit. Regie führt Steven Soderbergh.
Neben Pitt waren auch Matt Damon, Don Cheadle und Produzent Jerry Weintraub nach Berlin gekommen. George Clooney hatte kurzfristig abgesagt. "George hat gesagt, er habe Probleme mit der Bandscheibe", erklärte Damon schmunzelnd. Pitt fügte hinzu, Clooney wolle sich wohl erst einmal einen Oscar für seine Rolle in "Ocean's Twelve" abholen, bevor er sich öffentlich präsentiere. Nein, Clooney gehe es wirklich nicht gut, betonte dagegen Weintraub. Er habe versucht, nach Berlin zu kommen und sogar schon sein Gepäck zum Flugzeug geschickt.
Pitt sagte, er sei müde und freue sich nun darauf, Weihnachten zu Hause mit seiner Frau Jennifer Aniston zu feiern. "Wir haben dieses Jahr beide hart gearbeitet und wollen nun entspannen." Der Dreh zu "Ocean's Twelve" sei allerdings mehr Spaß als Arbeit gewesen. Schwer zu tun hätten vor allem Regisseur Steven Soderbergh und Produzent Jerry Weintraub gehabt, sagte Brad Pitt. Auch Schauspielkollege Matt Damon fühlte sich nach eigenem Bekunden wie im Urlaub.
Der stargespickte Nachfolgefilm von "Ocean's Eleven" wurde unter anderem in Amsterdam, Rom und Paris gedreht. Dies seien tolle Drehorte gewesen, schwärmte Damon. Amsterdam sehe man sonst nicht in amerikanischen Filmen. Und Pitt nahm es als eine "großartige Erfahrung", in all diesen Ländern gewesen zu sein. Weintraub hätte auch Berlin toll gefunden - die Stadt sei aber schon von Damon abgegrast gewesen, der hier Teile von "Die Bourne Verschwörung" gedreht hatte.
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