Filmpremiere in Köln: Bruce Willis verwandelt sich in einen Waschbären
zuletzt aktualisiert: 29.06.2006 - 12:06Köln (rpo). Allerlei vorwitzige Tiere bevölkerten am Mittwochabend die Deutschland-Premiere des Animationsstreifens "Ab durch die Hecke". Schildkröte Verne, Eichhörnchen Hammy und Stinktier Stella sahen niedlich aus, doch in Köln wurde vor allem ein Star sehnsüchtig erwartet: Bruce Willis, der im Film seine Stimme einem pfiffigen Waschbären leiht.
Der Film erzählt die Geschichte mehrerer Wildtiere, die nach dem Aufwachen aus dem Winterschlaf feststellen müssen, dass ihr geliebter Wald einer Vorstadtsiedlung weichen musste. Um über die Runden zu kommen, wollen sich die Tiere deshalb "durch die Hecke" der menschlichen Lebenswelt nähern. Die auf einem Comic-Strip basierende Handlung verpackt Zivilisationskritik in generationsübergreifenden Humor, bei dem die tierischen Helden weit mehr Neurosen als ihre menschlichen Gegenspieler zur Schau stellen dürfen. Die Produktionsfirma Dreamworks hofft mit "Ab durch die Hecke" auf einen weiteren Kassenerfolg wie mit "Shrek" und "Madagascar".
Im amerikanischen Original leiht Bruce Willis einer der Hauptfiguren, dem Waschbären Richie, seine Stimme. Der Mime, der als munterer Haudrauf John McClane in dem mehrteiligen Action-Epos "Stirb langsam" zu Ruhm gekommen ist, überzeugt längst auch im Charakterfach - und eben auch in Familienkomödien wie dem putzigen und pointenreichen Sreifen "Ab durch die Hecke". Dafür begab sich der 51-Jährige begleitet von Bodyguards sogar nach Köln. Der jenseits der Leinwand eher schmächtige und hagere Willis nahm sich viel Zeit für die Fans, schwärmte von den architektonischen Schönheiten Deutschlands und dem guten Essen.
Auch die zahlreich angereisten Fotografen kamen auf ihre Kosten, hielten aber ehrfürchtig Abstand. Immerhin soll Willis in den USA unlängst einem übermotivierten Fotografen einen kräftigen Nasenstüber verpasst haben.
Deutsche Promis sind weniger bekannt
Auch deutsche Prominenz gab sich bei der Premiere die Ehre. Ex-Bond-Bösewicht Götz Otto übernimmt in der deutschen Fassung den Part von Willis und hatte ebenfalls reichlich Gelegenheit zum Autogramm-Schreiben. Das galt auch für die beiden Comedians Bernhard Höecker und Ralf Schmitz, die ebenfalls Hauptrollen sprechen.
Für den Glamour-Faktor sorgte schließlich auch Jeanette Biedermann, die als Sprecherin der pubertierenden Beutelratte Heather zwar nur in einer Nebenrolle zu hören ist. Stark erblondet und als einzige in Abendrobe war sie dafür optisch ein absoluter Hingucker. Allerdings musste die Mimin am Mittwochabend auch erfahren, dass Prominenz relativ ist. "Wer ist das denn", fragte ein älteres Ehepaar vor dem Kino angesichts des Fotografenauflaufs. Und auch mit dem Namen Biedermann konnten diese Zaungäste nichts anfangen: "Nee, die kenne mer nit."
"Ab durch die Hecke" startet am 6. Juli in den deutschen Kinos.
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